Samstag, 23. Juni 2018
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Archiv 2004

Er steht davor, davor, davor – und nicht dahinter

Wann immer ein Minister in Bedrängnis gerät, liest man garantiert irgendwo den Satz: „Der Bundeskanzler stellte sich demonstrativ hinter seinen Minister.“ Ein mutiger Schritt, soll man denken. Doch wäre es nicht viel mutiger gewesen, wenn der Kanzler sich vor seinen Minister gestellt hätte? Der Verdacht liegt nahe, dass die Positionen verwechselt wurden.

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Grammatischer Radbruch

Eine Fremdsprache mehr schlecht als recht beherrschen ist kein Kunststück. Im Radebrechen sind wir Weltmeister! Doch selbst beim Radebrechen kann man noch einen Radbruch erleben: Denn wie radebricht man in Präteritum und Perfekt? Hat man da geradebrecht, geradebrochen, radegebrecht oder radegebrochen?

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Was vom Apfel übrig blieb

Die Vielseitigkeit unserer Sprache offenbart sich ganz besonders bei allem, was essbar ist. Und manchmal auch bei dem, was vom Essen übrig bleibt. Für einen abgenagten Apfel zum Beispiel, den man normalerweise achtlos wegwirft, hat das Deutsche mehr Begriffe, als es Automodelle auf unseren Straßen oder Zeitschriftentitel am Kiosk gibt. Lassen Sie sich in ein exotisches Randgebiet der Sprachforschung entführen und staunen Sie über die unerhörte Vielzahl von Wörtern für ein kleines Stückchen Biomüll.

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Der traurige Konjunktiv

Am Sonntag gehen Vater und Sohn regelmäßig in den Sprachzoo. Dort schauen sie sich vom Aussterben bedrohte grammatische Phänomene an. Am liebsten mögen sie den Konjunktiv. Gerne hülfen sie ihm, denn sie haben Angst, er stürbe aus.

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Von der deutschlandweiten Not, amerikafreundlich zu sein

Eine Angst geht um in deutschen Landen. Die Angst, zusammenzuschreiben, was zusammengehört. Sie ist „Deutschland-weit“ verbreitet und führt zu bizarren Schreibweisen wie „Veilchen-artig“, „Tollwut-frei“ und „Amerika-freundlich“. Dabei ist es gar nicht schwer, ein Adjektiv richtig zu schreiben. Man muss sich nur trauen.

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Meine erste Lesung

Zum allerersten Mal werde ich heute im Rahmen einer öffentlichen Lesung Auszüge aus meinem Buch „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ vortragen. Nicht etwa in meiner Heimatstadt Hamburg oder in Köln, wo mein Verlag sitzt, sondern in Dresden.

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Papierhafte Dokumente

Lieber Herr Sick, da in unserem Geschäft viel von papierhaften Dokumenten geredet und geschrieben wird, möchte ich gerne wissen, ob es dieses Wort überhaupt gibt. Wenn es das nicht gibt, wie würde man den Unterschied zum elektronischen Dokument nennen?

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