Montag, 27. März 2017
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Kolumnen

Wickelraum im Raubtierhaus

Bevor Sie sich einen Cabernet Saufigon einschenken, schauen Sie in die Zwiebelfischchen: Hier erfahren Sie, wie der Heidelberger Zoo seine Futterprobleme löst, warum es in der Pfalz so schmutzig ist und wie man in den Himmel kommt!

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Fisimatenten/fiese Matenten

Das kuriose Wort „Fisimatenten“ wird gern als Übernahme aus dem Französischen erklärt. Es soll sich um die Verballhornung von „Visitez ma tente“ handeln, einer Einladung, mit der die napoleonischen Besatzungssoldaten angeblich deutsche Frauen in ihr Zelt zu locken versuchten. Doch eine andere Erklärung gilt als wahrscheinlicher, derzufolge hin­ter den Fisimatenten keine französische Masche steckt, son­dern eine amtliche Bescheinigung: visae­ patentes war der lateinische Ausdruck für Offizierspatente. So gab es bereits im 16. Jahrhundert, lange vor der napoleonischen Zeit, das eingedeutschte Wort „visepatentes“, das zum Inbegriff für lästige Umstände wurde, zumal das Ausstellen eines Offi­zierspatentes viel Zeit in Anspruch nahm. Daneben exis­tierte auch noch das mittelhochdeutsche Wort visamente, das „Verzierung“ und „Ornament“ bedeutete und in der Wappenkunde eine wichtige Rolle spielte. Man nimmt an, dass es irgendwann zu einer unfachgemäßen Kreuzung die­ser beiden Fachbegriffe kam und dass aus visepatentes und Visamenten schließlich Fisimatenten wurden. Mit „fies“ im Sinne von „scheußlich“ und „gemein“ haben Fisimaten­ten eigentlich nichts zu tun, doch aufgrund des ähnlichen Klangs wurde viel Fieses hineininterpretiert, sodass biswei­len auch von „fiesen Matenten“ die Rede ist. 

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Der mit dem Maul wirft

Sind Windhunde schnell wie der Wind? Reifen Schattenmorellen am besten im Schatten? Wurden am Rosenmontag einst Rosen unters Volk geworfen? Die Antwort lautet in allen Fällen: nein! Denn keines der Wörter hat mit dem zu tun, wonach es aussieht.

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Willkommen in der Marzipanstadt

So wie Menschen sich gern mit Titeln schmücken, so tragen auch immer mehr Städte einen Namenszusatz: Messestadt, Universitätsstadt, Festspielstadt. Zur Not tut es auch ein Dom, ein Kaiser oder eine römische Ruine.

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Die weibliche Mut

Mut ist von Alters her eine männliche Eigenschaft. Darum heißt es der Edelmut, der Freimut, der Hochmut. Klare Sache. Doch was ist mit Wörtern wie Anmut, Demut und Schwermut? Die sind weiblich! Sollte der Mut am Ende weniger männlich sein als gedacht?

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Fahrschule bietet Crashkurs an

Ekeln Sie sich vor Blut? Dann machen Sie eine Blutekeltherapie! Oder lassen Sie sich von einem Gericht als Idiot beschimpfen. Oder wecken Sie einen Schweizer. Oder lesen Sie einfach mal wieder die Zwiebelfischchen…

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Grüner Eintopf mit Bohnen

König Gurki vom Gemüseland ist ratlos. Einige seiner Untertanen wollen sich einfach nicht beugen. Immer wieder muss er von grüne Bohnen und von gelbe Rüben lesen. Und wenn König Gurki eines partout nicht vertragen kann, dann ist es grammatischer Ungehorsam.

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Ich mach ins Schwimmbad!

Zwar können Tiere nicht gehen, dafür können Autos gleichzeitig stehen und liegen. Und in Hessen darf man überall hinmachen. Lesen Sie hier, was „Zwiebelfisch“-Leser zum Thema „Fliegen, fahren, gehen und laufen“ zu berichten haben.

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Liebet einander!

Wenn man liest, die Kanzlerin und der US-Präsident haben sich als offen und kompromissbereit gelobt, war dann jeweils ein Eigenlob gemeint? Die deutsche Sprache ist sehr auf „sich“ bezogen. Darum hier ein Plädoyer für mehr „einander“.

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