Donnerstag, 29. Juni 2017
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Kolumnen

Ich will oder Ich möchte bitte?

Ein Leser wünscht zu wissen, ob die Verwendung von „Ich möchte bitte“ dem kürzeren „Ich will“ noch immer vorzuziehen sei, oder ob der Konjunktiv hier inzwischen als zu umständlich angesehen würde und folglich nicht mehr nötig sei. Was sollen wir heute unseren Kindern beibringen? Auf diese Frage will (oder möchte?) der Zwiebelfisch selbstverständlich gerne antworten und nutzt die Gelegenheit zu einer kurzen Gesellschaftskritik.

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Von Tacheles, Schlamassel, Zockern und Ganoven

Jüdische Einwanderer bei der Ankunft in New York, Plakat aus dem Jahr 1917 Die deutsche Sprache hat aus vielen Quellen geschöpft. Eine davon war das Jiddische, die Sprache der europäischen Juden. Ohne Jiddisch könnten wir weder schachern noch zocken. Niemand hätte Massel oder Chuzpe, es gäbe weder Pleiten noch Zoff. Ohne Jiddisch könnten wir Betrug nicht für Schmu halten und Unfug nicht für Stuss.

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Wir sind Stümmeldeutsch!

„Wir sind Papst!“ – „Wer kann Kanzler?“ – „So geht Sofa!“ – „Werden Sie Hafencity!“ – Seit Jahren stilisieren Werbung und Medien ein künstliches Stümmeldeutsch zu einer Modeform, die im alltäglichen Leben von niemandem gewollt, gebraucht oder praktiziert wird.

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Sitzt wie angegossen

Kleider machen Leute, daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. Die Mode hingegen ändert sich ständig und mit ihr auch die Sprache, denn neue Kleidungsformen erfordern neue Begriffe. Wörter wie Knickerbocker, Reifrock, Mieder und Schlaghosen gehören längst der Vergangenheit an; zum aktuellen Vokabular zählen Bezeichnungen wie Baggy, Hoodie, Longsleeve und Softshell. Die gibt es in allen erdenklichen Formen, Farben – und Schreibweisen. Für jeden ist etwas Passendes dabei. Hier finden Sie Germany’s next Top-Mode.

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Blau-Weiß oder Blau-Weiss?

Einige Fragen kehren immer wieder, auch wenn es die Antworten darauf längst gibt. Wer war zuerst da: die Henne oder das Ei? Wie kommen die Löcher in den Käse? Wer hat die Currywurst erfunden? Und: Wann schreibt man ein Wort mit Eszett und wann mit Doppel-S?

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Schreibschrift ade?

Nun geht es also auch der Schreibschrift an den Kragen. Die Finnen machen den Anfang. Ab Herbst 2016 soll an finnischen Schulen das Erlernen der Schreibschrift nicht mehr verpflichtend, sondern nur noch freiwillig sein. Stattdessen sollen die Schüler lernen, Wörter und Texte auf Computertastaturen zu tippen.

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We are the Champignons!

Keine Angst vor Anglizismen! Eine Auswertung des Dudens hat ergeben, dass englische Wörter nur 3,5 Prozent unseres derzeitigen Grundwortschatzes ausmachen. Von einer Überfremdung kann also keine Rede sein. Tatsächlich sind es eher die Briten und Amerikaner, die Grund zur Sorge haben, wenn man bedenkt, was mit ihren schönen Wörtern in anderen Sprachen so alles angestellt wird. Touristen aus dem angelsächsischen Sprachraum dürften in Deutschland nur einen Bruchteil der Wörter wiedererkennen, die wir uns von ihnen geborgt haben. Viele davon erkennen wir ja selbst nicht mehr.

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