Donnerstag, 17. August 2017
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Kolumnen

Smile :-)

Viele Menschen sind überzeugt davon, dass wir nicht allein im Weltall sind. Sie glauben an die Existenz fremder Besucher aus fernen Welten. Unsinn? Keineswegs, denn die fremden Besucher sind längst unter uns! Überall grinsen, zwinkern, feixen und staunen sie uns entgegen. „Emoticons“ werden sie genannt, Gesandte vom Planeten Lol aus dem Sternbild Sonderzeichen. Ganze Heerscharen von ihnen sind dabei, unsere Welt im Sturm zu erobern.

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Wo die Eieruhr ein Kurzzeitmesser ist

Illustration: Katharina M. Baumann In meiner Welt ist eine Glühbirne eine Glühbirne und ein Wasserhahn ein Wasserhahn. Doch wenn ich in einen Drogeriemarkt, ein Kaufhaus oder einen Baumarkt gehe, betrete ich ein Paralleluniversum, in dem die Dinge des alltäglichen Lebens ganz anders heißen. Da wird die Glühbirne zum Leuchtmittel und der Wasserhahn zur Einhebelmischer-Spültischarmatur.

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Von Viertel nach acht bis viertel neun

Deutschland ist in verschiedene Zeitzonen unterteilt. Überall beginnt die Tagesschau pünktlich um acht. Doch während sie im Westen um Viertel nach acht endet, endet sie im Osten und Süden um viertel neun. Und wenn es bei allen fünf vor zwölf ist, dann ist es in Sachsen „fünf vor um zwölf“. Sie finden, jetzt schlägt’s aber 13? Meine Freundin Sibylle findet das auch!  

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Wem die Stunde schlägt

In Kindertagen zog man einander gern mit der albernen Frage auf: »Was ist das? Es hängt an der Wand, macht ticktack, und wenn es runterfällt, ist die Uhr kaputt.« Dann wurde man größer und erkannte: Der sprachliche Umgang mit der Uhr ist kein Kinderspiel. Seit Urzeiten bereiten die Uhrzeiten Probleme. Manchmal tickt die Rechtschreibung nicht richtig, dann schlägt es 13 und Alltägliches wird plötzlich uhrkomisch.

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Ich will oder Ich möchte bitte?

Ein Leser wünscht zu wissen, ob die Verwendung von „Ich möchte bitte“ dem kürzeren „Ich will“ noch immer vorzuziehen sei, oder ob der Konjunktiv hier inzwischen als zu umständlich angesehen würde und folglich nicht mehr nötig sei. Was sollen wir heute unseren Kindern beibringen? Auf diese Frage will (oder möchte?) der Zwiebelfisch selbstverständlich gerne antworten und nutzt die Gelegenheit zu einer kurzen Gesellschaftskritik.

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Von Tacheles, Schlamassel, Zockern und Ganoven

Jüdische Einwanderer bei der Ankunft in New York, Plakat aus dem Jahr 1917 Die deutsche Sprache hat aus vielen Quellen geschöpft. Eine davon war das Jiddische, die Sprache der europäischen Juden. Ohne Jiddisch könnten wir weder schachern noch zocken. Niemand hätte Massel oder Chuzpe, es gäbe weder Pleiten noch Zoff. Ohne Jiddisch könnten wir Betrug nicht für Schmu halten und Unfug nicht für Stuss.

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Wir sind Stümmeldeutsch!

„Wir sind Papst!“ – „Wer kann Kanzler?“ – „So geht Sofa!“ – „Werden Sie Hafencity!“ – Seit Jahren stilisieren Werbung und Medien ein künstliches Stümmeldeutsch zu einer Modeform, die im alltäglichen Leben von niemandem gewollt, gebraucht oder praktiziert wird.

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