Donnerstag, 30. März 2017
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Zwiebelfisch

Wie die Sprache am Rhein am Verlaufen ist

Es gibt in der deutschen Sprache so manches, was es offiziell gar nicht gibt. Die sogenannte Rheinische Verlaufsform zum Beispiel. Die hat weniger mit dem Verlauf des Rheins zu tun, dafür umso mehr mit Grammatik. Vater ist das Auto am Reparieren, Mutter ist die Stube am Saugen. Und der Papst war wochenlang im Sterben am Liegen.

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Der Pabst ist tod, der Pabst ist tod!

Zu den bewegendsten Begebenheiten des Jahres 2005 zählen zweifellos das Sterben und der Tod des Papstes Johannes Paul II. Millionen haben ihn geliebt und verehrt, auch bei uns in Deutschland. Als er starb, war die Trauer groß. Ob der allgemeinen Bestürzung schien die deutsche Sprache zeitweise völlig durcheinanderzugeraten.

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Wo lebt Gott eigentlich heute?

Als Gott noch in Frankreich lebte, nährte sich unsere Sprache hauptsächlich von französischen Begriffen. Das war chic und en vogue. Heute ist Französisch „uncool“, wenn nicht gar „out“. Man sagt Date statt Rendezvous, Model statt Mannequin, Level statt Niveau. Gott lebt heute in Miami und genießt kalifornischen Chardonnay.

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Wir Deutsche oder wir Deutschen?

„SCHEISSE DEUTCHEN“ ist in großen Lettern an die Wand gesprayt. Man steht betroffen davor und erkennt: Da hat sich mal wieder eine von uns Deutschen enttäuschte Seele den Frust aus der Dose gesprüht. Doch neben der persönlichen Verbitterung eines Einzelnen zeugt dieses Graffito noch von einem ganz anderen Problem.

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Nach oben hinauf und von oben herunter

„Holladi-ho!“, klingt es von den Bergen hinab. Oder klingt es herab? Wie man in den Wald ruft, so schallt es hinaus. Oder schallt es heraus? Erfahren Sie am Beispiel einer nie gezeigten Folge der Kultserie „Heidi“, wie schwer sich manche Menschen mit dem Hin und Her in der deutschen Sprache tun.

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Die Sauna ist angeschalten!

Es gibt Dinge, die gibt’s einfach nicht. Zum Beispiel Verbformen, die völlig sonderbar klingen. Man meint, sich verhören zu haben, und muss erkennen: Man hat richtig gehört! Da ist von Kindern die Rede, die genaschen haben, und von Häusern, die angemalen worden sind. Unsere Sprache wird täglich neu gestalten.

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Hier werden Sie geholfen!

„Das kostet Ihnen keinen Cent!“, verspricht ein Anbieter im Internet. Offenbar kostet uns seine Werbung dafür den Akkusativ. Doch nicht nur die Reklamesprache gibt uns immer wieder neue Rätsel auf. Auch manchem Politiker sind schon die Fälle davongeschwommen. Dem muss man dann erst mal wieder richtiges Deutsch lernen.

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Die maßlose Verbreitung des Mäßigen

Dass die Umgangssprache einem Rinnsal gleich immer nach dem einfachsten und kürzesten Weg suchte, ist nachweislich falsch. Viele Menschen könnten ihre Telefonkosten halbieren, wenn sie sich angewöhnten, auf überflüssige Wortanhängsel zu verzichten. Doch das fällt offenbar genauso schwer wie der Verzicht auf Süßes und Kartoffelchips.

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Dem Wahn Sinn eine Lücke

Party Service, Video Spiele, Grill Imbiss, Garten Center – in der Welt da draußen gibt es alles, was das Herz begehrt. Nur keine Verbindlichkeit mehr. Im Drang nach Internationalität zerfällt unsere Mutter Sprache zusehends in ihre Einzel Teile. Ein Traktat über depperte Leer Zeichen und unerträgliche Wort Spalterei.

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Er steht davor, davor, davor – und nicht dahinter

Wann immer ein Minister in Bedrängnis gerät, liest man garantiert irgendwo den Satz: „Der Bundeskanzler stellte sich demonstrativ hinter seinen Minister.“ Ein mutiger Schritt, soll man denken. Doch wäre es nicht viel mutiger gewesen, wenn der Kanzler sich vor seinen Minister gestellt hätte? Der Verdacht liegt nahe, dass die Positionen verwechselt wurden.

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