Donnerstag, 18. Oktober 2018

Riga

Dieses Album enthält Bilder von meinem Besuch in Riga im März 2014. Klicken Sie in die Mitte des Fotos, um zur bildschirmfüllenden Großansicht zu gelangen. Anschließend können Sie das Album mit den Pfeiltasten Ihrer Tastatur bequem vor- und zurückblättern. Riga-Freunde sind herzlich eingeladen, im Kommentarfeld eine Nachricht zu hinterlassen – zum Beispiel eine Erinnerung an ein schönes Erlebnis in Riga.

Manches erinnert einen an Lübeck.

Häuser am Domplatz

Riga ist berühmt für seine zahlreichen ...

... und prächtigen Jugendstilbauten.

Und für seine gotischen Kirchen wie den Dom ...

... und die Johanniskirche

Von den Russen gesprengt, in den 90er-Jahren originalgetreu wieder aufgebaut: das Schwabenhaus (links) und das Schwarzhäupterhaus aus dem 14. Jahrhundert

Eine historische Aufnahme zeigt den Rathausplatz vor dem 2. Weltkrieg.

Das Rathaus

Am Rathausplatz liegt die Technische Hochschule, ein Zweckbau aus sowjetischer Zeit.

Wellenförmige Muster im Pflaster und in der Bepflanzung auf dem Livenplatz erinnern an den Verlauf des zugeschütteten Flüsschens Riege, dem die Stadt ihren Namen verdankt.

Das russische Theater am Livenplatz

Am Abend hell erleuchtet

Das „Grand Palace Hotel“ in der Pils iela, der Bierstraße

Hier habe ich genächtigt.

Nur einen Steinwurf vom Hotel entfernt liegt die katholische Muttergotteskirche.

Hier finde ich einen Beweis für die Existenz des Genitivs im Lettischen!

Die Muttergotteskirche von innen

Die alte Ordensburg, auch „Schloss“ genannt.

Wie in Bremen steht auch in Riga eine Rolandsstatue auf dem Rathausplatz. Das ist kein Zufall, denn Riga wurde 1201 von einem Bremer Bischof gegründet.

Und noch etwas, das an Bremen erinnert: die Stadtmusikanten. Ein Geschenk der Hanseaten anlässlich der Unabhängigkeit Lettlands im Jahr 1991.

Käufliche Kunst aus Stein und Metall

Ob diese Ente wohl schwimmen kann?

Dieses Restaurant gehört dem italienischen Schlagersänger Al Bano. Es heißt nach seinem größten Hit „Felicita“.

Das Haus der Handwerkergilde

Nebenan die Kaufmannsgilde

Aus Ärger, dass ihm die Aufnahme in die Kaufmannsgilde verweigert worden war, erbaute ein reicher Rigaer direkt gegenüber der Gilde dieses prunkvolle Haus. Die Katzen auf dem Dach zeigten der Gilde ihr Hinterteil, was natürlich für einen Skandal sorgte. Erst nach einer Aussöhnung ließ der Kaufmann die Katzen drehen.

Aus Ärger, dass ihm die Aufnahme in die Kaufmannsgilde verweigert worden war, erbaute ein reicher Rigaer direkt gegenüber der Gilde dieses prunkvolle Haus. Die Katzen auf dem Dach zeigten der Gilde ihr Hinterteil, was natürlich für einen Skandal sorgte. Erst nach einer Aussöhnung ließ der Kaufmann die Katzen drehen.

Die Freiheitssäule, errichtet in den 30er-Jahren an Stelle eines Reiterstandbildes Peters des Großen.

Die Figur auf dem Sockel der Freiheitssäule wird im Volksmund „Milda“ genannt.

Sie blickte auch zu Sowjetzeiten Richtung Westen.

Ihr Kopf ziert die neuen lettischen Euromünzen. (Seit dem 1. Januar dieses Jahres gehört Lettland zu den Euro-Ländern.)

Berühmter Sohn der Stadt: Gidon Kremer. Auf Lettisch „Gidons Kremers“. Aus meinem Namen würde folglich „Bastians Sicks“.

Diese Straße erinnert an den Aufenthalt Richard Wagners, der in Riga vor seinen Gläubigern Zuflucht suchte.

Hier hat er gewohnt und an seiner Oper „Rienzi“ gearbeitet.

Sie alle verbrachten einen Teil ihres Lebens in Riga: Richard Wagner, Werner Bergengruen, Heinz Erhardt, Johann Gottfried Herder

In diesem Haus wuchs der Schriftsteller Werner Bergengruen auf.

Und in diesem herrschaftlichen Haus führte die Großmutter des Komikers Heinz Erhardt einen literarischen Salon.

Gleich daneben: die russische Botschaft

Und ein paar Schritte weiter die Botschaft der Ukraine. Am Zaun haben die Letten als Solidaritätsbekundung Blumen befestigt.

Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Jenseits des Stadtkanals erstreckt sich das Jugendstilviertel, von den Letten kurz „Jugend“ genannt.

Üppiger Fassadenschmuck ziert Hauseingänge ...

... Fenster, Erker ...

... und Giebel.

Prachtbauten des russischen Architekten Michail Ossipowitsch Eisenstein

Prachtbauten des russischen Architekten Michail Ossipowitsch Eisenstein

Von manchen Zeitgenossen wurde Eisenstein als „der verrückte Zuckerbäcker“ verspottet.

Im Jugendstilviertel zwischen Elisabethstraße und Albertstraße

Im Jugendstilviertel zwischen Elisabethstraße und Albertstraße

Im Jugendstilviertel zwischen Elisabethstraße und Albertstraße

Im Jugendstilviertel zwischen Elisabethstraße und Albertstraße

Im Jugendstilviertel zwischen Elisabethstraße und Albertstraße

Späte Phase des Jugendstils, Übergang zum Art Déco

Dies ist dann schon kein Jugendstil mehr, sondern Art Déco.

Ein Besuch in Rigas Jugendstilmuseum

Schon das Treppenhaus ist ein Juwel.

Der Salon

Die Küche

Eine Museumsangestellte in historischem Gewand.

Ein Museumsbesucher beim Testen der Polsterung.

Das Schlafzimmer der Herrschaft

Und das Schlafzimmer der Magd

Rigas Jugendstilmuseum

Verschnaufpause in einem Jugendstilcafé

Riga im Vorfrühling

Riga im Vorfrühling

Riga im Vorfrühling

Der Turm der Petrikirche

Brautpaar auf dem Rathausplatz

Noch einmal das Rathaus ...

... und der Roland davor.

Der Dom

Im Dom

Im Dom

Die russische Basilika

Die russische Basilika

Die Vanšu-Brücke über die Düna wurde 1981 fertiggestellt und war damals mit 625 Metern die längste Schrägseilbrücke Europas.

An der blauen Düna (Daugava)

An der blauen Düna (Daugava)

Nostalgikern geht beim Anblick dieser Straßenbahnzüge das Herz auf.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses liegt die Nationalbibliothek.

Die Petrikirche

Nach Artilleriebeschuss brannte die Kirche 1941 aus, der Turm stürzte ein.

In den 70er-Jahren wurde sie wiederaufgebaut. Wie bei ihrer Namensschwester in Lübeck dient der Glockenturm heute als Aussichtsturm.

Und so liegt Riga dem Betrachter vom Turm der Petrikirche aus zu Füßen

Blick vom Turm der Petrikirche über die Düna

Blick vom Turm der Petrikirche auf Riga. In der Mitte des Bildes die Freiheitsstatue, dahinter erkennbar die goldenen Kuppeln der russischen Kirche.

Blick über Riga vom Turm der Petrikirche

Mein nächstes Ziel: die Markthallen. Von den Deutschen im 1. Weltkrieg als Zeppelinhallen erbaut.

Buntes Treiben vor den Markthallen

In dieser Halle gibt's Fisch.

Mehr Stock als Fisch

Damit hätten wir auch geklärt, woher der deutsche Vorname „Silke“ kommt und was er bedeutet.

Hier bin ich nicht sicher, worum es sich handelt, möchte es aber lieber auch gar nicht wissen.

Von der Fischhalle gelangt man in die Früchtehalle.

Safran macht den Blumenkohl gelb!

Lettisch ist gar nicht so schwer! Apelsini = Apfelsine

Granataboli = Granatapfel

Redisi = Rettich

Dilles = Dill

Eine moderne Mehrzweckhalle: die Riga-Arena

Heute Abend nahezu ausverkauft.

Anlässlich eines Konzerts der Sängerin Mireille Mathieu

Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich sie schätze.

Nach dem Konzert statte ich Mireille und ihrer Maman einen Besuch in der Garderobe ab.

Und schon geht es wieder zurück nach Hamburg. Ich sage „paldies“, das heißt danke.

Nach Riga komm ich gerne wieda!

 

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In „Gänsefüßchen“

8 Kommentare

  1. Lieber Herr Sick, vielen Dank für dieses schöne, sorgsam kommentierte Fotoalbum! Mit Ihnen kann man nicht nur eine Menge über unsere Sprache lernen, sondern auch noch über andere Aspekte der Kultur. Welch ein Genuss!

  2. Laut meinem Freund (ist Lette) deutet das schlecht lesbare Schild darauf hin, dass das wohl Fischrogen ist, wahrscheinlich komplette geräucherte Eierstöcke. 😐 Stimmt, vielleicht hätte man das lieber nicht wissen wollen.

  3. Birgit Liesching

    Sie Glückspilz! Aber irgendwann schaffe ich es dieses Jahr auch noch nach Riga. 2000 war ich dort auf einer Jugendstilreise und habe mich sofort in die Stadt verliebt. Übrigens sind die braungeräucherten Objekte in der Fischhalle wahrscheinlich köstliche Fischrogen vom Kabeljau. Die Griechen und Türken machen daraus Taramosalata.
    Die Zeppelinhallen haben mich als Bodenseebewohnerin besonders beeindruckt, aber der Reichtum der Stadt an wunderbaren alten Gebäuden ist überwältigend. Das Jugendstilmuseum gab es damals noch nicht, darauf freue ich mich schon jetzt! Vielen Dank für diese schöne Reportage.

  4. Wau! Danke für diesen farbenprächtigen Bilder-Rundgang! Was ein Städtchen.

  5. Bedanke mich, wieder einmal bewundernd den Beweis der Tüchtigkeit der
    Balten im Wiederaufbau ihrer zerstörten Heimat und der traditionellen
    Architektur ihrer Vorfahren erhalten zu haben.
    Meine baltischen Freunde sind in Kanada und den USA für ihre Fähigkeiten und Erfolge bekannt. Herzlichen Dank für den Beitrag – Herbert Ohl, Montreal Canada

  6. Hildegard Rodewald

    Eine sehr eindrucksvolle, informative Fotoschau sowie wertvolle Erinnerung, wenn man selbst vor Jahren in Riga sein konnte!
    Danke fürs Teilhabenlassen am „Sightseeing“ und Grüße von H. Rodewald

  7. Lieber Herr Sick,
    das ist ein wunderschöner Überblick über die schöne Stadt Riga! Ich bin schon einige Male dort gewesen, allerdings meistens im Winter. Da war es unglaublich schön und sehr still, die Straße im Zentrum kaum geräumt, und alles war irgendwie verlangsamt – ich war tief beeindruckt. In Ihrem Reigen fehlen mir eigentlich nur die schönen – wenn auch oft maroden – Holzhäuser… Lettland ist sowieso eine Reise wert: einsame Küsten und Birkenwälder. Ich fahre bestimmt bald wieder hin!

    Herzliche Grüße von der Nordseeküste!

    Iris

  8. Es freut mich, daß Du besonders die Riga-Freunde ansprichst. Da bin ich natürlich sofort dabei! Sehr schöne Fotos hast Du mitgebracht, mein Motiv war leider einfallsloser – wie immer 😉
    Ich habe mich sehr gefreut, Dich in Riga zu treffen.
    Liebe Grüße aus Berlin,
    Bärbel

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