Donnerstag, 23. März 2017
Home / Kolumnen / Abc / gucken/kucken

gucken/kucken

Das Verb „gucken“ ist umgangssprachlich. Im norddeutschen Raum sagt man „kucken“, und man darf es sogar mit einem Anfangs-„k“ schreiben, jedenfalls findet man diese Schreibweise im Wörterbuch.

Die Herkunft des Wortes lässt sich nicht genau klären. Möglicherweise stammt es aus der Kindersprache. Noch heute lernen unsere Kleinen das Hinschauen mithilfe des Ausrufs „Kuckuck“. Zum Beispiel: „Kuckuck, hier ist die Mami!“

Dass gerade die Norddeutschen „gucken“ nicht nur in der Mitte, sondern auch vorne mit „k“ sprechen (und bisweilen auch schreiben), liegt an der Nähe zum plattdeutschen Wort „kieken“, was dasselbe bedeutet, nämlich „schauen“: „Wat kiekste so?“ – „Mutter, kiek mal ausm Fenster, Orje will nich jloben, datt de schielst!“

Üblich ist allerdings die Schreibweise mit „g“: ich gucke, du guckst, sie guckt, guck doch mal! Was gibt’s da zu gucken? Entsprechend schreibt man „Guckloch“, „Guckfenster“, „Guckkasten“, „Ausguck“ und „Hans Guckindieluft“. 

Lesen Sie auch:

nackt / nackend / nackert / nackig

Wenn es um den entkleideten Körper geht, zeigt sich unsere Sprache besonders vielseitig. Dem Sprachstandard …

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *