Dienstag, 27. Juni 2017
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sich’s/es sich

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In der Großstadt lässt es sich gut leben – und offenbar auch alt werden, wie eine demografische Studie festgestellt hat. 

Der Satz „Dort lässt es sich gut leben“ lässt sich im Übrigen auch gut verkürzen. Zum Beispiel durch Verkürzung des „es“ zu „s“. Dabei gilt es nur eine Kleinigkeit zu beachten: Das apostrohierte „s“ verändert seine Position. Es wandert hinter das „sich“. So lässt sich’s nämlich besser sprechen.

Dies gilt nicht nur für das Beispiel mit dem Leben in der Großstadt, sondern für alle Fälle, in denen „es sich“ verkürzt wird.

Wohlgemerkt: Das „s“ wandert nur dann an eine andere Stelle, wenn ein Reflexivpronomen im Spiel ist. Bei Sätzen ohne „sich“ findet kein  Platztausch statt: „Man kann es ja mal probieren“ wird zu „Man kann’s ja mal probieren“ – nicht etwa zu „Man kann ja mal’s probieren“.

Doch die Erkenntnis „Man kann es sich nicht immer aussuchen“ wird zu  „Man kann sich’s nicht immer aussuchen“ – und nicht zu „Man kann’s sich nicht immer aussuchen“.  

Die Essenz von Essig mag extrem sauer sein, aber die Essenz von „es sich“ ist einfach nur „sich’s“.

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