Samstag, 21. Oktober 2017
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Heißt es „dieses Jahres“ oder „diesen Jahres“?

Zum zweiten Mal ist eine Kolumne aus meiner Feder in den „Sprachnachrichten“ erschienen, der von Prof. Walter Krämer herausgegebenen Zeitschrift des Vereins Deutsche Sprache. Das Thema dürfte jenen, die meine Bücher kennen, bekannt vorkommen, es wurde aber von mir für die „Sprachnachrichten“ noch einmal neu bearbeitet.
2017-07 Sprachnachrichten Nr.74 (komp.)
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6 Kommentare

  1. Hallo Herr Sick, also bei „Heißt es dieses Jahres oder diesen Jahres?“, ist diese erstaunliche Form unter ihrem Foto („bekannstester“) eigentlich ein Superkomparativ, oder was?

  2. Oder hat sich da bloß ein Genitiv-s verlaufen?

  3. Srachkassandra

    Vielleicht steht hinter „bekannstester“ ja eine in Vergessenheit geratene Steigerungsform namens Goliathiv 😉

  4. Eine Frage, da der Artikel ja nicht in einer „normalen“ Zeitung oder Zeitschrift erschienen ist, sondern in einem Fachblatt:
    Ist Ihre Verwendung des Wortes „Pronomen“ tatsächlich noch aktuell? Früher sagte man bisweilen unterscheidend „substantivisches“ und „adjektivisches (xyz)pronomen“ (wobei für „(xyz)“ hier z. B. „Demonstrativ“ stehen könnte), was im Grunde ein Widerspruch bzw. Kuriosum war, aber so habe ich es auch einmal gelernt.
    Soweit ich weiß, spricht man jedoch heute nur noch von „Pronomen“, wenn es auch ein solches ist, also wenn es FÜR ein Nomen steht – was hier nicht der Fall ist; müsste es nicht vielmehr „Demonstrativbegleiter“ heißen?

  5. Hallo Herr Sick,

    ich bin etwas irritiert. Ich habe vor einigen Monaten – zu meinem Leidwesen – gelesen, dass „diesen Jahres“ (und auch „gewunken“) seit dem „Tag der deutschen Sprache“ im letzten September vom Duden erlaubt sei.

    Vermutlich habe ich die Information unter diesem – jetzt nicht mehr existierenden – Link gefunden:
    http://www.heute.de/tag-der-deutschen-sprache-duden-passt-regeln-an-45161678.html

    Könnten Ihr Artikel und die Tatsache, dass der Link nicht mehr existiert, bedeuten, dass dieser Blödsinn wieder zurückgenommen worden ist?

  6. „bekannstester“ ist ein Mot-Valise, ein Gemenge, das zum Ausdruck bringt, dass eben jene dem untertitelten Abbild zugehörige Person es am bestesten kann, hier: Sprache xperten. Der best kannst, halt. Einem bestkönntesten fehlte vermutlich der Mut zur Umsetzung seines Wissens, da er sich vor Klugscheißreflexen fürchtete wie diesem.
    Vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht, handelt es sich bei dem s in „bekannstester“ um das Köpfchen einer Steinlaus, die, Psychrembel sei Dank, sich um der Erheiterung des Lesers Willen ins Wörtlein bekanntester schlich und sich nicht nehmen ließ zu spinxen.

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