Donnerstag, 21. September 2017
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Auch das Umfeld zählt

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Eine fehlerfreie Anzeige zu gestalten, ist heute schon fast eine Kunst. Eine andere Kunst ist es, die Anzeige so zu platzieren, dass die Werbebotschaft nicht missverständlich wird. Auf der Titelseite einer Boulevardzeitung zu werben, ist nicht nur teuer, sondern auch höchst riskant, denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Anzeige in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wörtern wie „gemein“, „brutal“, und „Horror“ landet. Aber auch in seriösen Medien kann man böse Überraschungen erleben. Das spektakulärste Beispiel bot der Umschlag des „Spiegels“ nach den Anschlägen vom 11. September. Auf der Vorderseite sah man, wie das zweite Flugzeug gerade ins World-Trade-Center einschlug, auf der Rückseite eine ganzseitige Werbung der Zigarettenmarke „Lucky Strike“, was übersetzt so viel wie „Glückstreffer“ heißt. Nebeneinander erzeugten die beiden Seiten eine äußerst makabre Aussage.

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4 Kommentare

  1. Hans-Peter Meyer

    Noch eine Schmunzelgeschichte (leider keine Foto vorhanden):
    In Basel an der Steinenvorstadt steht das Zunfthaus zu Webern; davor ein historischer Brunnen, eben der Webernbrunnen. Vor rund 30 Jahren wurde er renoviert und dazu mit einer Holzabsperrung, einer Wand, versehen. Auf der Holzwand prangte ein Reklameplakat des Schreinermeisterverbandes mit dem Werbeslogan „Holz macht heimelig“ (heimelig = behaglich, wohnlich). Das Dumme war nur, dass sich unmittelbar daneben ein Bestattungsunternehmen (und Sargmacherei) befand…

  2. Wenn man solche Zusammenhänge sucht, wird man sicher fündig. Der normale Verbraucher hat jedoch gelernt, Anzeigen und Redaktion unbewusst voneinander zu trennen und nimmt die witzigen oder makabren Zusammenhänge deshalb gar nicht mehr wahr.

  3. Gerburg Brückner

    Schon herzig, Frau Merkel zum Teufel zu wünschen!

    Mit besten Grüßen G. Brückner

  4. Hallo Herr Sick,

    ich verfolge nunmehr seit einiger Zeit Ihre Seite und bin auch sehr angetan von den netten Bildern und den lustigen Kommentaren und kleineren Texten dazu. Aber ich stimme nicht ganz mit Ihnen überein.
    Sie (oder Ihr Team) erwähnen unter dem lustigen Bild von Frau Merkel, dass das schlimmste Umfeld bei dem Bericht zum Anschlag auf das World Trade Center gewesen sei. Dies teile ich nicht, denn vor einigen Jahren hat es ein doch relativ großes Blatt geschafft, eine Gas-Werbung mit dem Slogan „… sorgt schon heute für das Gas von Morgen“ neben einem Artikel über das Konzentrationslager Ausschwitz zu platzieren. Auch wenn „Lucky Strike“ nicht wirklich gut platziert war, so denke ich doch, dass diese besagte Platzierung noch um einiges dramatischer sein dürfte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Pascal K.

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