Dienstag, 24. April 2018
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Tag Archiv: Adverbien

Nach oben hinauf und von oben herunter

„Holladi-ho!“, klingt es von den Bergen hinab. Oder klingt es herab? Wie man in den Wald ruft, so schallt es hinaus. Oder schallt es heraus? Erfahren Sie am Beispiel einer nie gezeigten Folge der Kultserie „Heidi“, wie schwer sich manche Menschen mit dem Hin und Her in der deutschen Sprache …

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Temperaturen/Geschwindigkeiten

Temperaturen sind Wärmegrade, sie können hoch oder niedrig sein, aber nicht warm oder kalt. Wenn uns die Wettervorhersage für den Nachmittag „wärmere Temperaturen“ verspricht, verstehen wir zwar, was gemeint ist, registrieren aber zu der gewohnten meteorologischen Ungenauigkeit noch eine semantische. Entsprechendes gilt für Preise, sie können hoch oder niedrig sein, …

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vergeblich/vergebens

Die Bedeutung ist dieselbe, doch gehören die beiden Wörter verschiedenen Wortgruppen an: vergeblich ist ein Adjektiv und kann gebeugt werden, vergebens ist ein Adverb und kann nicht gebeugt werden: Der Versuch war vergeblich; ein vergeblicher Versuch; die Mühe war vergeblich; das war vergebliche Liebesmüh; er fragte vergebens; vergebens bettelte sie. 

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zeitgleich/gleichzeitig

„Zeitgleich“ wird heute meistens im Sinne von „gleichzeitig“ gebraucht. Ursprünglich aber hatte „zeitgleich“ eine andere Bedeutung, nämlich „mit gleicher Zeit“. Zwei Uhren, die zeitgleich gingen, zeigten exakt dieselbe Zeit an, und zwei Skiläufer, die zeitgleich gelaufen waren, hatten für die Abfahrt exakt dieselbe Zeit benötigt, was aber nicht heißen musste, dass …

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zeitweise/zeitweilig

„Zeitweise“ ist ein Adverb und kann nicht gebeugt werden. Vom attributiven Gebrauch ist daher abzuraten. Ein „zeitweiser Anstieg der Erwerbslosenzahlen“ zeugt nicht nur von Problemen am Arbeitsmarkt, sondern auch von mangelndem Sprachgefühl. In korrektem Deutsch heißt es: „ein zeitweiliger Anstieg“. 

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zumindest/zumindestens

Es gibt die Wörter zumindest und mindestens, die gleichbedeutend sind. Der Volksmund zieht die beiden im Übereifer gelegentlich zu einem „zumindestens“ zusammen. Dieses Wort gibt es aber nicht. In der Grammatik nennt man eine solche unzulässige Wortkreuzung eine Kontamination. Dasselbe gilt für „zumeistens“: Es gibt zumeist und meistens, doch nicht …

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Das gefühlte Komma

Dass die Orthografie nicht jedermanns Sache ist, ist bekannt. Noch weniger Freunde aber hat die Zeichensetzung. Die meisten Kommas werden nicht nach Regeln, sondern nach Gefühl gesetzt. Und Gefühle können trügen. Schlimmer als fehlende Kommas sind Kommas an Stellen, wo sie nicht hingehören. Und davon[,] gibt es leider sehr viele. …

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Heißt es „selber“ oder „selbst“?

Frage einer Leserin: Lieber Zwiebelfisch, wann sagt man selbst, und wann ist selber richtig? Weißt du’s? Bis jetzt konnte ich keine klare Antwort darauf bekommen.  Antwort des Zwiebelfischs: „Selber“ und „selbst“ sind gleichbedeutend, doch während „selbst“ der Standardsprache angehört, wird „selber“ eher der Alltagssprache zugerechnet. Im zwanglosen Gespräch sage ich selbst manchmal „selber“, …

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