Mittwoch, 23. Januar 2019
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Tag Archiv: Redewendungen

Mann Gottes und des Genitivs

Dass sich der Genitiv im Deutschen bis heute gehalten hat, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Dr. Martin Luther. Ohne Luther wäre der 2. Fall womöglich längst aus unserer Sprache verschwunden, so wie im Englischen und im Niederländischen, wo man ihn allenfalls noch unter dem Etikett »historisch« kennt.  Ein …

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Eine sprichwörtlich haarige Angelegenheit

Auch wenn der Mensch im Laufe der Evolution viel von seiner Behaarung eingebüßt hat: Haare sind keinesfalls zur Nebensache geworden. Nicht nur für Frisöre sind sie die Hauptsache. Wie wichtig dem Menschen die Haare sind, zeigt sich nicht nur an der Fülle von Pflegeshampoos im Handel, sondern auch an der …

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Was macht das »’s« in »ehe man sich’s versieht«?

Viele Redensarten sind jahrhundertealte Überlieferungen und erklären sich nicht mehr von selbst. Wie Bernstein, in dem manch prähistorisches Insekt überdauert hat, enthalten sie in Vergessenheit geratene Wörter, Formen und Bedeutungen. Und manchmal sogar einen alten Genitiv. Gerade saß ich an meinem Schreibtisch und grübelte über ein neues Thema für meine …

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Warum zieht es wie Hechtsuppe?

Eine Leserin möchte wissen, was es mit der Redewendung „Es zieht wie Hechtsuppe“ auf sich hat. Was hat kalte Zugluft mit einer Fischsuppe zu tun? Und wieso muss es ausgerechnet Hecht sein? Täten es Karpfen oder Dorsch nicht auch? Frage einer Leserin: Lieber Zwiebelfisch! Was, bitte, hat es mit der Redewendung „Hier …

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verwehren/verwahren

Die Verben „verwehren“ und „verwahren“ werden gern verwechselt. „Verwehren“ bedeutet verweigern, so kann man beispielsweise jemandem den Zutritt verwehren oder einem Angestellten den Urlaub  verwehren. Man kann sich aber nicht „gegen etwas verwehren“, sondern nur gegen etwas wehren oder zur Wehr setzen. Wenn der „Spiegel“ schreibt, „Köhler fühlte sich offenbar …

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Alle Vögel sind schon da

Frühling liegt in der Luft! Man kann ihn riechen, sehen und hören. Seine beliebtesten Vorboten sind die Vögel. Seltsam, dass sie in unserem Wortschatz so schlecht wegkommen: Vögel dienen als Platzhalter für Dummköpfe, Verrückte, Verbrecher und sogar für den Teufel. Im Allgemeinen sind Vögel bei den Menschen sehr beliebt. Ausgenommen …

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Übermütiges Vergnügen mit „Ü“

Es sind nicht nur die exzentrische Grammatik und die unbegrenzten Möglichkeiten der Wortzusammensetzungen, die das Besondere des Deutschen ausmachen. Auch die Umlaute zählen dazu: „ü“ und „ö“ mit Pünktchen gibt es nur in wenigen Sprachen. Sie sind die schönste typografische Verbindung zwischen Deutsch und Türkisch. In der Adventszeit bekommt der …

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Fisimatenten/fiese Matenten

Das kuriose Wort „Fisimatenten“ wird gern als Übernahme aus dem Französischen erklärt. Es soll sich um die Verballhornung von „Visitez ma tente“ handeln, einer Einladung, mit der die napoleonischen Besatzungssoldaten angeblich deutsche Frauen in ihr Zelt zu locken versuchten. Doch eine andere Erklärung gilt als wahrscheinlicher, derzufolge hin­ter den Fisimatenten keine …

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