Sonntag, 26. Mai 2019
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In „Gänsefüßchen“

8 Kommentare

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    Bruno Hartmeier

    Sehr geehrter Herr Sick,
    in Berlin scheint man es mit der Rechtschreibung auch in anderer Hinsicht nicht so genau zu nehmen. So heißt die U-Bahn-Station, die nach der Stadt Cottbus benannt ist, Kottbusser Tor.
    Was die 3-Komponenten-Regel angeht, bin ich mir jetzt wieder über die richtige Schreibweise sicher. Danke.
    Viele Grüße
    Bruno Hartmeier

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      Anfang des 20. Jahrhunderts wurden viele deutsche Orte mit „C“ in „K“ umbenannt oder hatten schwankende Schreibungen: Coblenz/Koblenz, Cöln/Köln, Cassel/Kassel etc. Die Berliner Straßennamen Kottbusser Tor und Kottbusser Damm nehmen daher eine Umbenennung vorweg, die in dem Ort selbst nicht umgesetzt wurde.

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    Kaiser-Sinner Regine

    Frage: Ich dachte, es ist der Bon, denn in „Oben ohne Bedienung“ steht „eine 5 Euro Bon“, müsste das nicht auch mit 2 Bindestrichen geschrieben werden?
    Mit freundlichen Grüßen
    Regine Kaiser-Sinner

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    Norbert Braumann

    Hmmm … das MAX-PLANCK-INSTITUT mit den großen selbst-stehenden (eigenständigen?) Buchstaben hat ja gar keine Chance – denn wie kann man einen Bindestrich stehen lassen, wenn er doch natur(kultur?)gemäß eben liegen muss? Hmmm …

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      Ich glaube, dass bei Max Planck sind keine Bindestriche sondern Gedankenstriche! Aber typographische Feinheiten werden noch weniger beachtet als rechtschreibliche…

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    Ich freue mich über jede Bastian-Sick-Kolumne!

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      Ebenso! Wir Bastian-Sick-Kolumnen-Freunde sind aber auch eine besondere Clique. Für mich gilt: I feel sick without Sick!
      L.H.

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    I feel sick nach so manchem Klick und folgendem Blick auf sprachliches Mißgeschick!

    Interessante Quellen für solches sind oft Speisekarten von sogenannten Saunaclubs, wie z.B. aktuell vom „Golden Time Sauna Club“ (als solches schon eine Vier-Wort-Zusammensetzung ohne Zusammensetzung): http://goldentime-saunaclub.de/index.php/de/gastronomie/speisekarte

    Haben wir es hier doch zu tun mit einerseits „Putenschinken-Käsesahnesauce“, andererseits „Tomaten-Basilikumsauce“ und „Speck-Sahnesauce“, sowie „Joghurt-Minz-Dressing“. Freitags ab 17:30 Uhr zeigt sich dann der Mut zur Lücke beim Angebot von „Grill Spezialitäten“ und „Stracciatella Mousse“, letzteres jedoch auf „Amarenabisquit“, aber alles ohne Bindestriche. Samstags mittags gibt es „Leberkäsesemmel“ (Nein, das sind keine Käsesemmel mit Leber!) mit u.a. „Senf-Zwiebel-Dip“ als Zutat, wobei sich dann der Tagesvorrat an Bindestrichen offensichtlich erschöpft hatte, da abends „Mango Panna Cotta“ und „Chicken Wraps“ Feil Geboten tun getan werden.
    Lecker klingen auch „gebratene Streifen von der Hähnchenbrust“, hat irgendwie so ’nen Hauch von Adelstitel (obwohl die Hähnchenbrust nicht zum Ritter, sondern in Streifen geschlagen wurde).

    Speisekarten von Saunaclubs dürften schon fast für ein eigenes Buch gut sein, z.B. „Happy Aua Sex o’clock“ oder so. Den Vogel hatte vor Jahren mal ein Laden abgeschossen, der „Chili con gane“ auf der Karte stehen hatte. Das scheint die sächsische Variante gewesen zu sein. Leider weiß ich nicht mehr wo ich das gesehen hatte.

    Und auch in der Rubrik „Kurz-Überblick“ neben der Speisekarte bietet „Golden Time Sauna Club“ zwei weitere tolle Drei-Wort-Zusammensetzungen (bzw. Zusammen Setzungen?): den „18-Personen Whirlpool“ und den „VIP Shuttle Service“. Da braucht es ja fast schon keine Frauen mehr, wenn die Homepage bereits derart unterhaltsam ist!

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