Freitag, 9. Dezember 2016
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Kolumnen

Wofür ist das Semikolon gut?

Es ist das Stiefkind unter den Satzzeichen, oft unterschätzt und verkannt: das Semikolon. Mehr als ein Komma, weniger als ein Punkt. Viele Menschen wissen nicht, was sie damit anfangen sollen, und halten das Semikolon für überflüssig. Sein besonderer Nutzen liegt in etwas, das nicht jedem liegt: in der Differenzierung, der typografischen Auflockerung, der stilistischen Verfeinerung. 

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Der schwieriger deutscher Satz

Eine Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache schrieb mir, es treibe sie jedes Mal „in den Wahnsinn“, wenn sie ihren ausländischen Schülern die Deklination von Adjektiven erklären solle. Schlimm genug, dass es im Deutschen drei grammatische Geschlechter gebe. Darüber hinaus hätte man es noch mit drei Formen der Beugung zu tun: einer starken, einer schwachen und einer gemischten. Als Muttersprachlerin wisse sie natürlich intuitiv, wann welche Form verlangt sei. Doch damit es auch ihre Schüler verstehen können, würde sie ihnen gern erklären können, warum es diese unterschiedlichen Formen der Beugung gibt und nach welchem Prinzip sie gebraucht werden. Wie solle man Deutschlernenden verständlich machen, dass es zwar „ein schwieriger deutscher Satz“ heißt, aber nicht „der schwieriger deutscher Satz“?

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Weit gereist oder weitgereist?

Die Teilnehmer eines „Deutsch als Fremdsprache“-Kurses beschäftigt die Frage, ob man „weit  gereist“ in einem oder in zwei Wörtern schreibt. Der Zwiebelfisch erklärt, dass beides möglich ist – und dass es dabei einen Bedeutungsunterschied gibt, der von der Rechtschreibreform um ein Haar eingeebnet worden wäre.

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Wer sagt, vor „und“ dürfe nie ein Komma stehen?

Über die „neuen“ Regeln der Rechtschreibreform (die mittlerweile auch schon 20 Jahre alt sind) kursieren zahlreiche Gerüchte. Eines davon betrifft die Zeichensetzung. Es besagt, dass vor „und“ kein Komma mehr stehen dürfe. Nie mehr. Unter keinen Umständen. Doch das ist Unsinn. Vor „und“ kann sehr wohl ein Komma stehen. In bestimmten Fällen ist es sogar zwingend erforderlich. 

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Einer von 80 Millionen?

Gestern stellte mir ein Leser eine Frage zum Text des Liedes „80 Millionen“ von Max Giesinger. Der Leser schrieb: „Beim Refrain stolpere ich immer wieder über eine Stelle. Dort heißt es: ›… ich weiß es nicht, doch ich frage mich schon: Wie hast du mich gefunden, einer von 80 Millionen?‹.“

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Online Banking, Online-Banking oder Onlinebanking?

Wann schreibt man mehrteilige Begriffe aus dem Englischen zusammen und wann nicht? Eine Leserin möchte wissen, ob für Fremdwörter englischer Herkunft spezielle Regeln gelten, und – falls ja – wie diese lauten. Der Zwiebelfisch erklärt: Es gibt keine Sonderregeln, es gilt gleiches Recht für alle.

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Sein, gehören, empfangen, erleiden

Eine Leserin aus Berlin, die Ausländer in Deutsch unterrichtet, hat eine grundlegende Frage zur Ermittlung von Dativ und Akkusativ. Der Zwiebelfisch nimmt dies zum Anlass, sich ein paar grundlegende Gedanken über die Natur unserer vier Fälle zu machen.

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Wie schreibt man Virtual Reality System?

Ein Student aus Karlsruhe möchte wissen, wie man mehrteilige Zusammensetzungen schreibt, die englische Begriffe enthalten. So wie „Virtual Reality System“ oder „Social Media Kanäle“. Schreibt man sie wie im Englischen: aus ein ander? Oder mit Bindestrichen? Und wenn ja, mit wie vielen? Es ist eine Frage, die viele Deutsche beschäftigt. Dabei hat sich die Regel hierzu nie geändert. Nur gerät sie offenbar zunehmend in Vergessenheit.

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