Freitag, 18. September 2020
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Blau-Weiß oder Blau-Weiss?

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Einige Fragen kehren immer wieder, auch wenn es die Antworten darauf längst gibt. Wer war zuerst da: die Henne oder das Ei? Wie kommen die Löcher in den Käse? Wer hat die Currywurst erfunden? Und: Wann schreibt man ein Wort mit Eszett und wann mit Doppel-S?

Vor ein paar Tagen rief mich ein Freund an, der für eine Werbeagentur arbeitet. Er verlor keine Zeit mit Höflichkeiten, sondern kam gleich zur Sache: »Ich hätte da mal eine fachliche Frage.« – »Aha«, erwiderte ich. »Wir haben einen Kunden, der Milchprodukte herstellt«, erklärte mein Freund. »Seine Firmenfarben sind Blau und Weiß. Der Slogan, mit dem wir für ihn werben wollen, lautet – halt dich fest: ›Blau-Weiß genießen’. Hab übrigens ich mir ausgedacht. Aber das nur nebenbei. Ist ein Wortspiel, weil der Kunde aus Bayern kommt, und die Landesfarben von Bayern sind ja bekanntlich Blau und Weiß.« – »Genau genommen Weiß und Blau, also gerade anders herum«, warf ich ein, doch das schien meinen Freund nicht weiter zu beeindrucken: »Blau-Weiß oder Weiß-Blau, das ist doch egal. Die Frage, die uns hier in der Agentur beschäftigt, lautet: Wie schreibt man Blau-Weiß? Hinten, wohlgemerkt. Mit Eszett, oder kann man es auch mit Doppel-S schreiben? Wenn man es googelt, findet man sowohl ›Blau-Weiß‹ als auch ›Blau-Weiss‹ – wobei es sich übrigens meistens um Sportvereine handelt. Also, hier meine Frage: Was ist richtig? Mit Eszett oder mit Doppel-S? Oder geht beides?« – »Klare Frage, klare Antwort«, erwiderte ich, »›Blau-Weiß‹ wird mit Eszett geschrieben.« Mein Freund hakte nach: »Und das andere geht nicht? ›Blau-Weiss‹ mit Doppel-S? Das fände unser Grafiker nämlich schicker.« – »Also«, hob ich an, »Regel Nummer eins lautet: Lass dir niemals von einem Grafiker sagen, wie eine Sache geschrieben werden soll. Grafikern haben wir zerstückelte Wörter wie ›Hafer Flocken‹ und ›Land Milch‹ zu verdanken, weil sie einen Bindestrich als hässlich empfinden. Regel Nummer zwei: ›Weiß‹ wird grundsätzlich mit Eszett geschrieben, weil dass ›ei‹ in ›Weiß‹ ein langer Klang ist.« – »Das Ei in Weiß? Du meinst: das Eiweiß?«, flachste meine Freund. Ungerührt fuhr ich fort: »Das ›ei‹ ist ein Doppelvokal, ein sogenannter Diphthong, und Doppelvokale sind immer lang. Ihnen folgt nie ein Doppel-S, sondern ein Eszett. Das gilt auch für ›au‹, ›äu‹ und ›eu‹ in Wörtern wie ›draußen‹, ‚äußerlich‹ und ›scheußlich‹. Die Faustregel lautet: Kurze Klänge – Doppel-S, lange Klänge – scharfes S.« – »Verstehe«, murmelte mein Freund. »Aber wieso gibt es im Internet dann so viele Fundstellen von ›Blau-Weiss‹ mit Doppel-S?« – »Entweder handelt es sich um Einträge von Menschen, die die Regel nicht kennen, oder es sind Einträge von Schweizern. Die Schweizer haben nämlich kein Eszett. Das wurde dort bereits seit den dreißiger Jahren nicht mehr gelehrt, aus praktischen Gründen, aber auch um sich vom Schriftbild des nationalsozialistischen Deutschlands zu unterscheiden.« Mein Freund stutzte: »Wie jetzt, ist das Eszett etwa eine Erfindung der Nazis?« – »Keineswegs! Das Eszett gibt es schon seit dem 13. Jahrhundert.« – »Sicher? Wir dürfen unseren Kunden auf keinen Fall durch missverständliche Zeichen in eine kompromittierende Lage bringen!« – »Das Eszett ist kein missverständliches Zeichen«, widersprach ich. »Das doppelte S schon eher. Aber lassen wir die historischen Bezüge aus dem Spiel, die führen hier nur in die Irre. Das Wort ›weiß‹ wird mit Eszett geschrieben – sowohl die Farbe als auch ›Ich weiß‹ von ›wissen‹. Der ›Hinweis‹ hingegen nicht, denn der kommt nicht von ›wissen‹, sondern von ›weisen‹. Die Eszett-Regel gilt allerdings nur, solange man mit regulärer Groß- und Kleinschreibung arbeitet. Wenn ihr euren Werbespruch in Versalien schreiben wollt, also in durchgehenden Großbuchstaben, dann geht es nur mit Doppel-S, weil das Eszett nicht als Großbuchstabe existiert. Normales Blau-Weiß mit Eszett, aber durchgehend großgeschriebenes BLAU-WEISS mit Doppel-S.« Mein Freund tippte kurz auf seiner Computertastatur, dann rief er: »Stimmt! BLAU-WEIß sieht blöd aus. Um nicht zu sagen: SCHEIßE!«. Er bedankte sich und versprach, dem Grafiker meine Grüße auszurichten.

Gestern schickte mir mein Freund die Entwürfe seiner Kampagne. Neugierig öffnete ich den Mail-Anhang. Ich erblickte ein junges Pärchen in freier Natur, sie mit selig geschlossenen Augen auf dem Rücken liegend, während er sie mit einem Löffel Joghurt füttert. Bemerkenswertes Detail: Es scheint, als würden ihre Körperformen vom Bergpanorama im Hintergrund imitiert. Rechts im Bild das Logo der Molkerei und die markigen Worte: »Blau-Weiß Geniessen«. Seufzend griff ich zum Hörer und rief meinen Freund an: »Genießen kommt zwar von Genuss, wird aber dennoch mit Eszett geschrieben, denn das ›ie‹ ist ebenfalls ein langer Klang. Nicht umsonst besteht es aus zwei Buchstaben. Außerdem wird ›genießen‹ kleingeschrieben, denn es ist nicht substantiviert.« – »Substi- was?«, echote mein Freund. Dann brummte er: »Na gut, das ändern wir. Auch wenn unser Chef-Grafiker meckern wird, denn bei ihm müssen alle Wörter gleichmäßig geschrieben sein, entweder jedes Wort groß oder alles klein. So ein Durcheinander mag der nicht.« – »Sag ihm, es käme darauf an, wie man Durcheinander definiert. Viele Empfänger der Werbebotschaft dürften es eher als ein Durcheinander empfinden, wenn altbekannte Regeln einfach über den Haufen geworfen werden. Und sagtest du nicht, ihr dürft euren Kunden auf keinen Fall in eine kompromittierende Lage bringen? Mit unsachgemäßer Rechtschreibung würdet ihr ihn sicher nicht gut dastehen lassen.« – »Da ist was dran. Der Rest ist aber klasse, oder?« – »Das Foto? Ganz wunderbar! Da möchte man sofort mitlöffeln! Lass mich raten: Das Motiv hast du ausgesucht, stimmt’s?« – »Stimmt!«, erwiderte mein Freund und lachte. »Das Model kenne ich sogar persönlich, aber das nur nebenbei.«

Heute erhielt ich den überarbeiteten Entwurf. »Unser Grafiker lässt dich zurückgrüßen«, schrieb mein Freund dazu. »Und in der ›genießen‹-Frage hat er einen Weg gefunden, dich auszutricksen. Wenn er deswegen eine Gehaltserhöhung verlangt, ist es deine Schuld!« Ich öffnete die Datei und las: »Blau. Weiß. Genießen.«

Na. Dachte ich. Wenn das keine Gehaltserhöhung wert ist!

(c) Bastian Sick 2015

*Zwar hat das Deutsche Institut für Normung (DIN) im Jahr 2008 eine Großversion des Eszetts für international standardisierte Zeichensätze eingeführt (ẞ), doch hat dieses (noch) keinen Eingang in die amtliche Rechtschreibung gefunden.


 


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19 Kommentare

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    Mechthild Schneider

    Danke, zum Brüllen!! Ich freue mich schon so sehr aufs nächste Buch.

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    Ich erinnere mich auch noch an eine weitere Schreibweise, die immer wieder herumgeistert, nämlich „SZ“ als Ersatz für „ß“. Bei der Bundeswehr hieß dann der Antennenfuß beispielsweise „FUSZ, ANTENNE-„. Wie passt denn das ins Bild?
    Gruß, Ralf Steck

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    Sehr geehrter Herr Sick,
    ich hätte da noch drei Fragen, die, oft gefragt, bis jetzt noch niemand beantworten konnte:
    Warum wird auf allen Zifferblättern mit römischen Zahlen die „4“ falsch (nämlich „IIII“) geschrieben?
    Wie spricht man eine weibliche Bedienung im Lokal an („Frau Oberin“ geht ja wohl garnicht)
    Wenn man genug gegessen hat, ist man satt. Was ist man, wenn man genug (alkoholfrei) getrunken hat?
    Fröhliche Grüße
    Uwe Wagner

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      Die ‚IIII‘ an den meisten Zifferblättern soll ein gewisses Gleichgewicht zwischen der linken und der rechten Seite herstellen. Die ist nämlich das Pendant zur ‚VIII‘, die auch aus 4 starken Strichen besteht. Eine ‚IV‘ wiederum würde zu schwach aussehen. Das gilt aber nicht für alle Uhren. Die Uhren auf der Kreml und Big Ben z. B. haben eine ganz normale ‚IV‘.

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      Wolfgang Gourgé

      @Uwe Wagner: die „4“ wird, soweit ich weiß, nur aus Gründen der optischen Symmetrie auf Zifferblättern falsch als „IIII“ gedruckt. Die „VIII“ auf der gegenüberliegenden Seite würde das Zifferblatt sonst seltsam „linkslastig“ aussehen lassen. – Für den Zustand, in dem man ist, wenn man genug getrunken hat, gibt es keinen Begriff. Macht aber nichts – oder haben Sie in einem Supermarkt schon mal nach „Saurigkeiten“ gefragt? Die müßte es konsequenterweise als Gegenstück zu den „Süßigkeiten“ ja auch geben, von den „Salzigkeiten“ ganz zu schweigen. Und auch die „Kleinigkeit“ muß ohne ihre ungleiche Schwester, die „Großigkeit“, ihr Dasein fristen. Vielleicht wird es Zeit, dies zum Gegenstand eines „Gutachtens“ zu machen, das allerdings das Schicksal der „Kleinigkeit“ insoweit teilen würde, weil es kein „Schlechtachten“ gibt (obwohl viele Gutachten sehr schlecht sind). Es gibt keinen Zweifel: sie ist unfertig, die deutsche Sprache.

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    Wenn mein Deutschlehrer das so erklärt hätte, hätte ich nicht mein ganzes Leben diese schrecklichen Zweifel gehabt.
    Seufzz
    Schöne Grüße,
    W. Keim

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    „Lass dir niemals von einem Grafiker sagen, wie eine Sache geschrieben werden soll“.-Wow! Das wirft mich als Grafiker um Jahre zurück. Habe ich in meinem Beruf oft die größten Schwierigkeiten, meinen Textern und Kunden zu erklären, dass es kein Versal-Eszett (bei uns in Österreich „scharfes S“ genannt) gäbe. Gerade als typografisch versierter Grafiker schmerzt ein (gemeines) Eszett in einem Versalwort. „Die wenigsten Grafiker verfügen heute noch über Rechtschreibkompetenz“ – das kann nicht unwidersprochen im Raum stehengelassen werden. Nicht auf die Grafiker hinhauen, oft sind es die Texter, denen Rechtschreibregeln fremd sind.
    Ein Versal-Eszett ist ohnehin ein verunglückter Versuch. Es wird weiterhin als „B“ gelesen werden.

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    Das Deutsche Institut für Normung hätte besser seine Finger vom Eszett gelassen. Eine DIN-Norm dient der Vereinheitlichung, wäre also allenfalls angebracht, wenn es verschiedene große Eszetts geben würde. Diese könnte man aber gar nicht vereinheitlichen, da es ja bekanntlich (viele) verschiedene Schriftarten gibt.

    Ich lese leider immer ein großes B. In einem Großrechner amerikanischer Herkunft stand hinter der Tür eines Schrankes geschrieben: „SCHLIEB MIT DER VORDERMECHANIK“.

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    „Heute erhielt ich den überarbeiteten Entwurf. „Unser Grafiker lässt dich zurückgrüßen“, schrieb mein Freund dazu.“

    Sollte es nicht „zurückgrüssen“ sein?

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      Nein, weil das »ü« in »grüßen« auch ein langer Klang ist. Vielleicht wird das regional unterschiedlich ausgesprochen, aber ich kenne »grüßen« zumindest nur mit deutlich gestrecktem »ü«.

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    Liebe Redaktion,
    die Großschreibung des Eszett ist mir durchaus geläufig! In älteren Texten (dies kenne ich von meinem Vater) schrieb man, vor allem um Missverständnisse auszuräumen, beispielsweise anstelle von DIE MASSE DER MASSE

    DIE MASZE DER MASSE oder auch DIE MASSE DER MASZE.
    Wann genau wurde dieses Es – Zett eigentlich abgeschafft? Ist es nicht eine Ergänzung des Beitrages wert?

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    Lieber Herr Sick, Sie können zwar ganz gut deutsch, aber mit dem Altgriechischen hapert es ein wenig. Diphthong schreibt man mit Phi und Theta, im Deutschen umschrieben mit „ph“ und „th“, weil diese Laute sich im Griechischen assimilieren. Ein unaspiriertes Tau (umschrieben „t“) könnte nie nach einem aspirierten Laut wie dem besagten Phi stehen.
    Viele Grüße, Ihr Fan Albrecht Fehlig

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    Die Verwendung von SZ und SS macht mir keine Probleme, ich was immer ganz gut in Rechtschreibung.
    Bei allen Texten jedoch, die ich im Internet oder in E-Mails verfasse, verwende ich SS auch da, wo ein SZ hingehört.
    Es gibt immer wieder Probleme mit der Darstellung von SZ, je nach Zeichensatz.
    Ich meine lieber mal orthografisch nicht korrekt als kaum lesbar durch den Empfänger.

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    Karl May-Drobbe

    Schlimm, schlimm, wenn man selbst von Akademikern freundlich gegrüsst wird oder Leute plötzlich in einer Strasse wohnen. Und wenn ich im Internet lese, dass ich ein Fenster schliessen kann, kommt die Sprachabteilung in meinem Gehirn total durcheinander: Das Dehnungs-E befiehlt mir, das I kurz auszusprechen, das Doppel-S das Gegenteil.

    Aber wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis wieder vor der Rechtschreibschwäche der meisten Deutschen kapituliert und das scharfe S abgeschafft wird.

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    Zufällig hatte ich kürzlich ein Gespräch mit einem Herrn namens Nußbaumer. Er widersprach vehement der von mir genannten Regel „ß“ wird zu „SS“ bei Versal-Schreibung. Wie aber hat er sich zu verhalten, wenn im Formular Versalien verlangt werden. Als Jurist beharrt er auf der ß-Schreibweise da ansonsten z.B. bei der Pass-/Identitätsprüfung eine Abwei-chung zur amtlichen Schreibweise festgestellt werden könnte.
    Wie lautet hier die richtige Antwort?

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    Ralf Eisenbeiß

    Schade eigentlich, dass „das Amt“ nicht weiß, dass das Eszet „noch keinen Eingang in die amtliche Rechtschreibung gefunden“ hat. In meinen Ausweisen steht schon immer – auch heute noch – der Familienname in Versalien mit großem Eszet: EISENBEIß
    Schön finde ich das auch nicht. Dennoch muss ich dem von Peter Kauffmann zitierten Juristen beipflichten: Muss ich in einem Formular meinen Namen in Großbuchstaben eingeben, dann muss ich auch das Eszet verwenden, es sei denn, es wird nach dem Namen gefragt, der beispielsweise auf der Kreditkarte steht. Dort wird das Eszet nämlich wieder zum Doppel-S in der Versalschreibweise.
    Grüße
    Ralf Eisenbeiß

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      Anny-Christa Schilling

      Eigentlich fühle ich mich mit der Schreibweise von ß und ss sicher.
      Meine Schulfreundin hieß Keßler. Das sprachen wir kurz aus, müssten jetzt also Kessler schreiben. Aber Namen werden doch nicht verändert?
      Eine andere Freundin wohnt in Saßnitz, auch kurz gesprochen, müsste also Sassnitz heute geschrieben werden. Auf dem Bahnhof dort zeigt ein Schild an, dass man in Saßnitz angekommmen ist.
      Wie nun, Herr Sick?

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    Es geht übrigens noch einfacher, sich die (heutige) Verteilung von ß und ss zu merken. Am besten gar nicht so sehr übers ß nachdenken oder gar über die „Länge“ von ei, au und eu (da kommt man schnell ins Grübeln, das ist phonetisch nämlich gar nicht so eindeutig), sondern sich fragen, wann eigentlich ss stehen darf. Und das ist eigentlich ganz klar: ss darf wirklich nur dann stehen, wenn auch andere doppelt dargestellte Konsonanten stehen dürfen (z.B. tt, ff oder nn), also nur nach einem einfachen kurz gesprochenen Vokal (man kann auch anders sagen: nur, wenn der Vokal FEST an den Konsonanten angeschlossen ist). „reißen“ (hier findet sich kein einfacher kurzer Vokal) also wie „reiten“ und „schleifen“ – es heißt ja auch nicht „reitten“ und „schleiffen“, und zwar obwohl es „ritten“ und „schliffen“ heißt! Weitere Parallelformen sind z.B. „essen, isst, aßen“ wie „treffen, trifft, trafen“. Wer also überlegt, wie man „Grüße“ schreibt: einfach nach einem Wort suchen, das ähnlich aufgebaut ist und bei dem sich der Vokal gleich anhört, z.B. „Hüte“. Wird „Hüte“ mit tt geschrieben? Nein! Also „Grüße“ auch nicht mit ss!
    Im Übrigen ist es schon traurig, dass selbst öffentlich-rechtliche Sender mit ihrem Bildungsauftrag eine Sendung wie „strassen stars“ im Programm haben (hr) – obwohl unklar ist, was die Sendung mit Edelsteinimitaten zu tun hat 😉 (vielleicht die „Straßenstars“, die eben keine echten Stars sind?!).

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