Sonntag, 29. August 2021

September, 2006

  • 27 September

    Über das Intrigieren fremder Wörter

    In Gelsenkirchen gibt es nicht bloß Schalke, sondern auch ein Amphibientheater. So sagt meine Nachbarin Frau Jackmann, und die muss es wissen. Meine Bemühungen um die deutsche Sprache seien zwar ehrenvoll, sagt sie, aber letztlich doch eine Syphilisarbeit. „Konkurenz ist für uns ein Fremdwort“, steht im Schaufenster eines Berliner Textilgeschäfts …

  • 20 September

    Entschuldigen Sie mich – sonst tu ich es selbst!

    Einst bat man um Verzeihung, um Pardon oder um Entschuldigung. Heute heißt das „Tschuldigung!“ oder „Sorry!“, und man braucht auch nicht mehr umständlich darum zu bitten, sondern entschuldigt sich einfach selbst. Das ist sehr praktisch, wenn auch nicht gerade logisch. Wer sich falsch verhält und in einer bestimmten Situation versagt, der …

  • 13 September

    Von Knäppchen, Knäuschen und Knörzchen

    Abschied ist ein scharfes Schwert. Und Abschnitt ist ein hartes Brot. Der Rest ist Scherzl – oder Knust – oder Ränftl, oder wie man sonst noch zum Brotkanten sagt. Der Zwiebelfisch hat Brotreste gesammelt. Nun hat er so viel, dass er damit drei Jahre lang Enten füttern kann. Brot ist …

  • 6 September

    Alle’s für die Katz

    Das bisschen Haushalt ist doch kein Problem, dafür haben wir den Haus-Halt’s-Service! Und Spargelschäler für Recht’s- und Linkshänder! In unserem Frühstück’s Raum erwarten Sie diverse Sorten Tee’s und Snack’s. Haben Sie Lust d’rauf? Alle Jahre wieder präsentiert der „Zwiebelfisch“ die Galerie des Grauen’s: eine Zusammenstellung der gruseligsten Apostroph-Verbrechen. Wer da …

August, 2006

  • 31 August

    Voll und ganz verkehrt

    Wer ganze Arbeit leistet, der hat auch Recht auf vollen Lohn. Doch wer Vollzeit arbeitet, arbeitet kaum die ganze Zeit. Wer ganze Stadien füllt, der füllt nicht volle Stadien, sondern leere. Mancher hat volle acht Jahre studiert, ein anderer ganze acht Jahre. Offenbar sind voll und ganz nicht voll und …

  • 23 August

    Der Butter, die Huhn, das Teller

    Der, die, das, wer, wie, was? Die Verwirrung der Geschlechter ist nicht nur ein gesellschaftliches Thema, sondern auch ein sprachliches. Heißt es die Krake oder der Krake? Ist Python männlich oder weiblich? Trinken Sie ein Cola und lesen Sie das „Zwiebelfisch“! „Chéri, bitte, ‚ilfst du mir mit die Kleid?“, fragt …

  • 17 August

    Der Blinddarm liegt auf Zimmer 3

    „Willst du zuerst in die Mikrowelle?“ – „Sind Sie die Brotschlange?“ – „Ich bin Holz, mein Kollege ist Farbe!“ Das hört sich nach komplettem Unsinn an, ist aber nichts anderes als unsere Alltagssprache. „Zwiebelfisch“-Leser kommen zur Sache – und zwar im wörtlichen Sinn. Eigentlich hätten wir es uns ja denken …

  • 16 August

    Ich bin die gelbe Markise

    Jeder Tierfreund ist darüber entsetzt, dass Haustiere vom Gesetzgeber wie Sachgegenstände behandelt werden. Dabei haben die meisten Menschen im sprachlichen Alltag keine Bedenken, sich selbst zu einem Gegenstand zu machen. „Wo hast du geparkt?“, fragt mich Henry, als wir mit unseren Einkäufen den Supermarkt verlassen. Ich deute auf die andere …

  • 11 August

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

    Datum: 11 Aug. 2006 Format: Spiel Verlag: Kosmos EAN: 4002051690236 Kaufen: SPIEGEL, AMAZON Spielend durch den Irrgarten der deutschen Sprache Die Zwiebelfisch-Kolumnen des SPIEGEL ONLINE und die Bücher von Bastian Sick sind Kult, die Zuhörer bei seinen Lesungen füllen ganze Hallen. Das neue Spiel zeigt, dass sogar deutsche Grammatik Spaß …

  • 2 August

    Als ich noch der Klasse Sprecher war

    Wieso wird der Stich einer Biene nicht Bienestich genannt? Und warum spricht man vom Gitarrensolo, wenn doch nur eine einzelne Gitarre zu hören ist? Die deutsche Sprache hält immer ein paar Buchstaben parat, um Fugen zwischen Wörtern zu füllen. Einige verzichten jedoch auf Fugenzeichen und verwenden lieber Fuge-Zeichen. Auf einem …