Samstag, 7. Dezember 2019

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

Datum: 01 Feb. 2005
Format: Audio CD
Verlag: Der Audio Verlag
ISBN: 3898134008

Kaufen: SPIEGELAMAZON

Info

Endlich als Hörbuch – die erfolgreiche Spiegel-Online-Kolumne „Zwiebelfisch“

Die oder das Nutella – diese Frage hat schon viele Gemüter am Frühstückstisch bewegt. Der, die, das – wieso, weshalb, warum? Ob Nutella nun weiblich oder sächlich ist, ist sicherlich keine Frage auf Leben und Tod, aber eine Antwort hätten wir schon gern. Wir? Ja, wir hilflos Verlorenen im Labyrinth der deutschen Sprache. Wir, die wir unsere liebe Not mit der deutschen Sprache haben. Und leichter, verständlicher oder zumindest nachvollziehbarer ist es nach der Rechtschreibreform auch nicht geworden.

In seinen hinreißend komischen und immer klugen Kolumnen bringt Bastian Sick Licht ins Dunkel der deutschen Sprachregelungen und sortiert den Sprachmüll. Ist der inflationären Verwendung von Bindestrichen noch Einhalt zu gebieten, angesichts von Spar-Plänen und Quoten-Druck? Versinken wir sprachlich gesehen nicht längst im Hagel der Apostrophe, wenn Känguru’s plötzlich in den Weiten Australien’s leben? Derlei Unsinn scheint nicht mehr aufhaltbar, wenn es nicht dieses Hörbuch gäbe. Darauf zwei Espressis.

Hier werden Sie geholfen!

„Das kostet Ihnen keinen Cent!“, verspricht ein Anbieter im Internet. Offenbar kostet uns seine Werbung dafür den Akkusativ. Doch nicht nur die Reklamesprache gibt uns immer wieder neue Rätsel auf. Auch manchem Politiker sind schon die Fälle davongeschwommen. Dem muss man dann erst mal wieder richtiges Deutsch lernen.

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Lesung in Berlin

Meine zweite Lesung führt mich nach Berlin. Über den großen Andrang vor der Buchhandlung Lehmanns kann ich nur staunen. „So voll war‘s noch nie!“, sagt mir der Buchhändler. Etliche Wartende müssen abgewiesen werden. Was reizt so viele Menschen bloß an einem Sachbuch über Grammatik und Stil?

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Die maßlose Verbreitung des Mäßigen

Dass die Umgangssprache einem Rinnsal gleich immer nach dem einfachsten und kürzesten Weg suchte, ist nachweislich falsch. Viele Menschen könnten ihre Telefonkosten halbieren, wenn sie sich angewöhnten, auf überflüssige Wortanhängsel zu verzichten. Doch das fällt offenbar genauso schwer wie der Verzicht auf Süßes und Kartoffelchips.

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Er steht davor, davor, davor – und nicht dahinter

Wann immer ein Minister in Bedrängnis gerät, liest man garantiert irgendwo den Satz: „Der Bundeskanzler stellte sich demonstrativ hinter seinen Minister.“ Ein mutiger Schritt, soll man denken. Doch wäre es nicht viel mutiger gewesen, wenn der Kanzler sich vor seinen Minister gestellt hätte? Der Verdacht liegt nahe, dass die Positionen verwechselt wurden.

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Grammatischer Radbruch

Eine Fremdsprache mehr schlecht als recht beherrschen ist kein Kunststück. Im Radebrechen sind wir Weltmeister! Doch selbst beim Radebrechen kann man noch einen Radbruch erleben: Denn wie radebricht man in Präteritum und Perfekt? Hat man da geradebrecht, geradebrochen, radegebrecht oder radegebrochen?

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Was vom Apfel übrig blieb

Die Vielseitigkeit unserer Sprache offenbart sich ganz besonders bei allem, was essbar ist. Und manchmal auch bei dem, was vom Essen übrig bleibt. Für einen abgenagten Apfel zum Beispiel, den man normalerweise achtlos wegwirft, hat das Deutsche mehr Begriffe, als es Automodelle auf unseren Straßen oder Zeitschriftentitel am Kiosk gibt. Lassen Sie sich in ein exotisches Randgebiet der Sprachforschung entführen und staunen Sie über die unerhörte Vielzahl von Wörtern für ein kleines Stückchen Biomüll.

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