Freitag, 17. Januar 2020
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Was tun gegen „Sinn machen“?

Guten Tag Herr Sick,

es ist von mir ein lang gehegter Wunsch, Ihnen meine Anerkennung auszusprechen! Sich so eingehend – und das auch noch mit der gehörigen Portion Witz – mit der guten deutschen Sprache auseinanderzusetzen, verdient einfach Bewunderung. So erregen Sie (wie die Erfahrung lehrt) mehr Aufmerksamkeit in der Bevölkerung, als wenn Sie trockene Fachbücher schreiben würden.

Nun komme ich auf den Punkt, der mich schier wahnsinnig macht, und zwar der neu eingebürgerte Ausspruch: „macht Sinn“! Grrrrr!

Ich kriege Beklemmungen, mir kräuseln sich die Nackenhaare u. ä., wenn ich diesen neuen – allseits beliebten – Ausspruch höre!!!

Sie haben das Thema schon in Ihrem ersten Buch behandelt, doch es wird nicht besser. Jeder, ob Politiker oder andere im öffentlichen Leben stehende Personen, plappert es nach. Was kann man da tun?

In der Schule war ich im Deutsch-Unterricht immer ganz gut – bis auf das Aufsatzschreiben. Drücke mich bestimmt auch nicht immer richtig aus. Ich bin jetzt 57 und aus der Schule schon länger raus sowie auch aus dem Arbeitsleben. Da schleicht sich schon etwas ein. Aber bei mir „hat alles einen Sinn“!

Vielen Dank, dass Sie meine „hausfrauliche“ Mail gelesen haben, ich freue mich auf weitere Aktionen von Ihnen und verbleibe

mit freundlichem Gruß
Elke Ruhnau

PS: Am 18. August sind wir auch auf Sylt (kleine Erholung vom Bauen) und haben zwei Karten für Ihre Vorstellung im Meerkabinett.
Vielleicht hab ich Glück und  bekomm ja ein Autogramm von Ihnen?!


Kolumne: Stop making sense!

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