Sonntag, 12. September 2021

Genitiv: Post an den Zwiebelfisch

„Lieber Zwiebelfisch, wie heißt es so schön? Man gewöhnt sich an allem – auch am Dativ.“ Lesen Sie hier eine Auswahl der Leserzuschriften auf den Artikel „Rettet dem Genitiv“.

Hallo Zwiebelfisch!

Dürfen wir Ihren Artikel „Rettet dem Genetiv“ auf unserer Seite www.hallo-uwe.de abdrucken?

Wir finden ihn klasse – und bitten um Genehmigung!

Beste Grüße, auch von Uwe Hübner

Frank Jarosch, Onlineredaktion www.hallo-uwe.de


Bereits 1985, also noch vor Nicki, erschien die Single „Wegen Dir“ von „Die Ärzte“ (die übrigens Wert darauf legen, dass der Artikel in ihrem Namen nicht mitdekliniert wird). Die Ärzte erhielten daraufhin Post von einer Gesellschaft zur Rettung der deutschen Sprache (nicht zu verwechseln mit dem Verein Deutsche Sprache e.V., den es damals noch nicht gab), der das falsche Deutsch bemängelte. So nachzulesen im Beiheft der CD „Das beste von kurz nach früher bis jetze“, in der die Musiker Kommentare zu jedem Lied geschrieben haben.

Gunnar R. Fischer


Bravo! Der Artikel war überfällig, und ich habe mich gefreut, weil ich diesen „casus“ längst schon mal selbst ins Bewusstsein meiner Landsleute bringen wollte. Nun ist mir der „Zwiebelfisch“ zuvorgekommen (wer auch sonst), und die humorige Art und Weise, wie das hier geschehen ist – besser geht’s nicht!!

Dr. Hans Pfirstinger, Brannenburg


Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod!

Rudolf Horbas, München


Bei uns in Wanne-Eickel heißt es: „Weil wegen dich, bin ich verliebt.“

Jürgen Reinert


Einer Aktion zur Rettung des Genitivs schließe ich mich gerne an, schon wegen dem guten Deutsch! Auch nach vielen Jahren in Süddeutschland und in der Schweiz (Scho wengs dem Wetter isch es bi us e bizzeli schoener als bi euch da obe…) ist mir wegen mit Dativ eine Qual!

U. Mortensen, Münster


Es lebe der Dativ, der Fall der Klarheit, des Gegensatzes, des Unbequemen – casus ncommodi. „Er ist mir böse“, etc. Die schöne Vokabel „trotz“ hat sich der Wischi-waschi-Genitiv doch nur über das Feminine erobert, d.h. weil der deklinierte Artikel der Damen (immerhin bislang nur im Singular) im Genitiv und Dativ gleich ist – schon war er drin, der besitzanzeigende, ergo weibliche Fall. Trotzdem beste Grüsse, auch den Genitiven, meinetwegen.

Christian Heimpel, Florianópolis, Brasilien


Auch in der legendären „Feuerzangenbowle“ wird schon der „Schöler“ Ackermann darauf hingewiesen, dass es nicht „wegen dem Schild“, sondern „wegen des Schildes“ heißt. Heinz Rühmann hatte mit einigen Mitschülern am Eingang ein Schild aufgehängt, wonach die Schule wegen Bauarbeiten geschlossen bleibt. Das Problem existiert also schon länger.

Steffen Rohr


Mit Ihrem letzten Artikel haben Sie einen weiteren Volltreffer erzielt! Ich habe beim Lesen wirklich herzlich gelacht. Ich hoffe, dass die Chefredaktion des SPIEGEL ONLINE weiß, was Sie als kritischer Kenner der deutschen Sprache herausragen lässt: Sie vermitteln auch die Liebe zur Muttersprache zu vielen Lesern in anderen Ländern.

Wolfgang Bischoff, Santa Monica (Kalifornien)


Nach der Lektüre Ihres Artikels wird man mal wieder an einen alten Spruch erinnert, der die Entwicklung passend beschreibt: „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.“

Jürgen Steinel


(c) Bastian Sick 2003

Zur Kolumne: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

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