Montag, 25. Juni 2018
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Neue Kolumne im Mitarbeitermagazin „Kontakt“ der Firma Würth

Die Firma Würth in Künzelsau ist nicht nur ein bedeutendes Handelsunternehmen für Schrauben, sie ist mit 6800 Mitarbeitern auch ein wichtiger Arbeitgeber. Nachdem der Chef, Prof. Reinhold Würth, unlängst in einem Vortrag moniert hatte, dass nicht einmal seine Manager in der Lage seien, ihre Schreiben an ihn in korrektem Deutsch zu verfassen, kam man auf die Idee, im monatlich erscheinenden Mitarbeitermagazin „Kontakt“ eine Rechtschreibkolumne einzurichten. Als Autor kam natürlich nur einer in Betracht: der Sick. Der hat sich auch nicht lange bitten lassen und sich gleich ans Werk gemacht. Lesen Sie hier den ersten Beitrag zur Frage „Dass oder das?“.

[Klicken Sie auf die Abbildung, um sich den Text in voller Länge anzeigen zu lassen.]

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4 Kommentare

  1. Sprachkassandra

    „Wenn du auch ‚dies(es)‘ oder ‚jenes‘ oder ‚welches‘ sagen kannst, ist es mit einem s, sonst mit Buckel-S.“ Meine Mutter gab mir diese Merkregel ihrer Grundschulzeit für meine mit. Eine Abwandlung richtet sich nun an Berufstätige. Das ist ebenso interessant wie erschreckend.

    „(…) dass nicht einmal seine Manager in der Lage seien, ihre Schreiben an ihn in korrektem Deutsch zu verfassen (…)“ Bei dieser Stelle im Artikel musste ich an „meine“ Mathe-LK-Lehrerin denken, die nicht nur die Rechenschritte dokumentiert sehen wollte, sondern auch Wert auf korrektes Deutsch dabei legte. Sie unterfütterte das nämlich damit: „Stellen Sie sich vor, Sie sind später in einer hohen Position und geben Ihrer Sekretärin etwas, das vor Fehlern strotzt. Das wäre doch sehr peinlich für Sie.”

    In einem Foristenkommentar las ich, vor sechzig Jahren seien die Ansprüche an das Deutsch der Hauptschüler höher gewesen, als es die heutigen Ansprüche an das Deutsch der Gymnasiasten seien. Und nun macht eine Grundschulmerkregel eine neue Karriere als Nachhilfe für Berufstätige bis hinauf zur Managerposition – Fortschritt ist, wenn man trotzdem lacht. Oder weint, je nach Gusto.

    • Werner Glanert

      Hallo Sprachkassandra, hallo Herr Sick,

      stimmt, einerseits ist es schon erschreckend, dass heute Managern oder auch anderen Büroangestellten Nachhilfe in Deutsch gegeben werden muss.
      Andererseits ist es heutzutage aber eher schon positiv, wenn sich mal ein Manager Gedanken darüber macht, denn eigentlich ist es inzwischen (fast) allen gleichgültig. Im Gegensatz zu der eigentlich plausiblen Aussage der Mathe-LK-Lehrerin ist heute anscheinend nichts mehr peinlich. Das beste Beispiel sind doch die Journalisten; man hat teilweise ja wirklich den Eindruck, dass Deutsch nicht mehr zu deren Ausbildungsfächern gehört.

      Mich hat einmal mein damaliger Kollege, der in dieser Hinsicht kein Fettnäpfchen auslässt, obwohl er auch ein irgendwie geartetes BWL-Studium absolviert hatte, gefragt, ob ich es schon erlebt habe, dass Lotus Notes (unser E-Mail-Programm) sich „aufgehangen“ habe. Antwort von mir: „Aufgehangen nicht, aber aufgehängt ist schon vorgekommen.“

      Die Aussage bezüglich des Vergleichs zwischen Hauptschülern vor sechzig Jahren und Gymnasiasten heute halte ich nicht für völlig abwegig.

      Mit freundlichen Grüßen

  2. Thomas Vavrinek

    In Österreich, zumindest im östlichen Teil des Landes, wo ich vor auch schon über 70 Jahren zur Schule gegangen bin, gab es eine einfache Regel zur Unterscheidung zwischen „dass“ und „das“: Sprich im Dialektik – „i hab dir schon oft g’sagt, dass du net immer des Biachl vergessn sollst.“ Dass wird auch im Dialekt „dass“ gesprochen, während „das“ zu „des“ mutiert. So einfach ist das …

  3. Gibt’s einen deutschen Satz, in dem alle drei Artikel unmittelbar aufeinander folgen? – Ja: „Das die der Teufel hol!“
    (= Dass dich der Teufel hole!)

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