Freitag, 27. August 2021

Zwiebelfisch

August, 2015

  • 12 August

    Auf ein Sechstes!

    Das Warten hat ein Ende: Der sechste Band der Reihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ ist im Handel erhältlich. Lesen Sie hier das Vorwort. Viel Vergnügen! Vor etwa einem Jahr lernte ich ein neues Fremdwort kennen: Hexalogie. Es ist Griechisch und bedeutet Sechsteiler. Ich weiß nicht mehr, in …

Juli, 2015

  • 30 Juli

    Als man noch aufs Amt ging

    Manche finden es verwunderlich, wenn sie hören, jemand gehe aufs Rathaus oder auf die Post. Sie finden, es müsse zum Rathaus und zur Post heißen. Dies ist die Geschichte von Herrn Innendrin, der niemals aufs Rathaus ging, auf keiner Schule war und aus Prinzip auch nicht auf die Toilette ging. …

  • 13 Juli

    Die Drei-Komponenten-Regel

    Wenn ein Lied von Helene Fischer zur Nummer eins wird, ist es dann ein »Nummer eins Hit«, ein »Nummer eins-Hit« oder ein »Nummer-eins-Hit«? Wenn nach ihr irgendwann einmal ein Stadion benannt wird, ist es dann das »Helene Fischer Stadion«, das »Helene Fischer-Stadion« oder das »Helene-Fischer-Stadion«? Obwohl die Regeln hierzu eindeutig …

Juni, 2015

  • 27 Juni

    Ein Buch mit sieben Siegeln

    Die Bibel wird längst nicht von allen gelesen, und doch sind ihre Worte in aller Munde. Zahlreiche Redewendungen und Sprichwörter, die unsere Alltagssprache bereichern, sind biblischen Ursprungs. Oft sind wir uns des biblischen Gehalts unserer Worte nicht einmal bewusst.  „Stell dir vor: Ich werde Patentante!“, jubelte meine Freundin Sibylle, als …

  • 15 Juni

    Das unbeugsame „ein“

    Wird „ein und dasselbe“ im Dativ zu „einem und demselben“? Sollte man wirklich nur „ein bis zwei Tage“ warten und nicht besser „einen bis zwei Tage“? Kann man „dem ein und andern“ vertrauen, oder müsste es nicht „dem einen und anderen“ heißen? Erfahren Sie alles über ein eigenwilliges „ein“, das sich …

Mai, 2015

  • 19 Mai

    Leichte Sprache für alle?

    Seit mehr als zehn Jahren gibt es die „Leichte Sprache“ – eine famose Hilfe für Menschen, die nicht so gut Deutsch können. Weniger famos ist es, wenn plötzlich alle Bürger in „Leichter Sprache“ angesprochen werden, so wie bei den jüngsten Wahlen in Bremen der Fall. Andererseits muss man nur die Zeitung …

  • 11 Mai

    Smile :-)

    Viele Menschen sind überzeugt davon, dass wir nicht allein im Weltall sind. Sie glauben an die Existenz fremder Besucher aus fernen Welten. Unsinn? Keineswegs, denn die fremden Besucher sind längst unter uns! Überall grinsen, zwinkern, feixen und staunen sie uns entgegen. „Emoticons“ werden sie genannt, Gesandte vom Planeten Lol aus …

  • 4 Mai

    Wo die Eieruhr ein Kurzzeitmesser ist

    Illustration: Katharina M. Baumann In meiner Welt ist eine Glühbirne eine Glühbirne und ein Wasserhahn ein Wasserhahn. Doch wenn ich in einen Drogeriemarkt, ein Kaufhaus oder einen Baumarkt gehe, betrete ich ein Parelleluniversum, in dem die Dinge des alltäglichen Lebens ganz anders heißen. Da wird die Glühbirne zum Leuchtmittel und …

April, 2015

  • 24 April

    Von Viertel nach acht bis viertel neun

    Deutschland ist in verschiedene Zeitzonen unterteilt. Überall beginnt die Tagesschau pünktlich um acht. Doch während sie im Westen um Viertel nach acht endet, endet sie im Osten und Süden um viertel neun. Und wenn es bei allen fünf vor zwölf ist, dann ist es in Sachsen „fünf vor um zwölf“. Sie finden, …

  • 12 April

    Von Tacheles, Schlamassel, Zockern und Ganoven

    Jüdische Einwanderer bei der Ankunft in New York, Plakat aus dem Jahr 1917 Die deutsche Sprache hat aus vielen Quellen geschöpft. Eine davon war das Jiddische, die Sprache der europäischen Juden. Ohne Jiddisch könnten wir weder schachern noch zocken. Niemand hätte Massel oder Chuzpe, es gäbe weder Pleiten noch Zoff. Ohne …