Samstag, 28. August 2021

Tag Archiv: Wortherkunft

November, 2013

  • 16 November

    Drache/Drachen

    Der Drache ist das Wahrzeichen der Gemeinde Wachtberg (NRW). Diese Skulptur wurde von Schülern der Hans-Dietrich-Genscher-Schule unter Anleitung des Künstlers Willi Reiche geschaffen. Der Drache ohne „n“ ist das feuerspeiende Fabelwesen, auch Lindwurm genannt. Der Drachen mit „n“ ist erstens das Fluggerät, das man an einer Schnur in den Himmel …

September, 2013

  • 20 September

    Popmone ferloren!

    Gefunden in Berlin-Schöneberg, eingeschickt von Nicholas Campbell Zum nächsten Fundstück

  • 19 September

    Nach dem Letzten geht noch was!

    Heute hieß es in einer Ankündigung im Internet: »Erfolgsautor Bastian Sick liest aus seinen letzten Veröffentlichungen.« Das stimmte mich nachdenklich. Ein paar Leser werden womöglich glauben, ich habe das Schreiben eingestellt. Ein paar Kritiker werden es womöglich hoffen. Doch wie heißt es so schön? Wer zuletzt lacht, den beißen die …

  • 19 September

    Tolpatsch/Tollpatsch

    Auch wenn der Tollpatsch heute mit Doppel-l geschrieben wird: mit dem Adjektiv „toll“, das ursprünglich „verrückt“ bedeutete und schließlich zu einem Synonym für „großartig“ wurde, hat der Tollpatsch nichts zu tun. Lange Zeit schrieb er sich er sich auch nur mit einem „l“. Der Tolpatsch geht zurück auf das ungarische …

Juni, 2013

  • 26 Juni

    Kommt dämlich von der Dame und herrlich vom Herrn?

    Frage einer Leserin aus Kassel: Wenn mein Freund mich aufziehen will, behauptet er gern, „dämlich“ komme von „Dame“ und „herrlich“ von „Herr“. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er sich irrt, zumindest in Bezug auf die Dame. Können Sie mir helfen, damit ich ihm beim nächsten Mal eins auswischen kann? Antwort …

Mai, 2013

  • 15 Mai

    Mumpitz, Kinkerlitzchen und Firlefanz

    Nicht nur Literaten und Gelehrte haben neue Wörter erschaffen. Eine ebenso munter sprudelnde Quelle war seit je der Volksmund. Als besonders einfallsreich erwies er sich im Erfinden von Ausdrücken für Unsinn, Verrücktheit und überflüssigen Kram.  Manchmal höre oder lese ich irgendwo ein drolliges Wort, das wie ein Relikt aus einer …

Februar, 2013

  • 28 Februar

    Anmerkung zur „Nagelprobe“

    Sehr geehrter Herr Sick! Beim Blättern in Ihren ausgezeichneten Artikeln und Antworten auf Leserfragen bin ich auf Ihre Antwort zur Nagelprobe gestoßen. Sie erwähnen da die Praxis des umgedrehten Humpens. Meines Wissens stammt der Begriff allerdings aus der Sprache der Messerschleifer. Ein gut geschliffenes Rasiermesser (das gilt auch für andere, dünn …

  • 28 Februar

    Wie blond kann man sein?

    Frage eines Lesers aus Buchholz in der Nordheide: Schon seit Längerem beschäftigt mich die Frage, warum wir das Farbwort „blond“ nur für Haare gebrauchen. Meiner Meinung nach ist blond vom Wort her gleichgestellt mit beige, blau, grün, violett usw. Warum erscheint uns ein Feld voller Weizen nicht als „blond“, obwohl …

November, 2012

  • 20 November

    Dicke Brüder Grimm

    Heute bekam ich einen sehr netten Brief von einer Familie Metzger aus Obersulm. Darin wurde mir unter anderem berichtet, dass der älteste Sohn sich die Märchensammler Grimm immer als korpulente Männer vorgestellt habe, denn er dachte, sie hießen „Dicke Brüder Grimm“. Dass es zu einem solchen Missverständnis kommen konnte, liegt …

  • 14 November

    Vom Weiblichen des Schiffs

    Die „Deutschland“, die „Astor“, die „Bremen“: Man fragt sich, warum Schiffe eigentlich immer weiblich sind, selbst wenn sie die Namen von Männern, Städten oder Ländern tragen. Hinter dem scheinbaren Paradoxon steckt ein alter Anglizismus. Der Hamburger Hafen gilt seit jeher als touristische Attraktion, doch seit dort im Juli 2004 zum …