Freitag, 22. September 2017
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Zwiebelfisch

Leichte Sprache für alle?

Seit mehr als zehn Jahren gibt es die „Leichte Sprache“ – eine famose Hilfe für Menschen, die nicht so gut Deutsch können. Weniger famos ist es, wenn plötzlich alle Bürger in „Leichter Sprache“ angesprochen werden, so wie bei den jüngsten Wahlen in Bremen der Fall. Andererseits muss man nur die Zeitung aufschlagen oder das Fernsehen einschalten, um festzustellen: Leichte Sprache ist längst ein fester Bestandteil unseres Alltags – oder: von unserem All-Tag.

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Smile :-)

Viele Menschen sind überzeugt davon, dass wir nicht allein im Weltall sind. Sie glauben an die Existenz fremder Besucher aus fernen Welten. Unsinn? Keineswegs, denn die fremden Besucher sind längst unter uns! Überall grinsen, zwinkern, feixen und staunen sie uns entgegen. „Emoticons“ werden sie genannt, Gesandte vom Planeten Lol aus dem Sternbild Sonderzeichen. Ganze Heerscharen von ihnen sind dabei, unsere Welt im Sturm zu erobern.

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Wo die Eieruhr ein Kurzzeitmesser ist

Illustration: Katharina M. Baumann In meiner Welt ist eine Glühbirne eine Glühbirne und ein Wasserhahn ein Wasserhahn. Doch wenn ich in einen Drogeriemarkt, ein Kaufhaus oder einen Baumarkt gehe, betrete ich ein Paralleluniversum, in dem die Dinge des alltäglichen Lebens ganz anders heißen. Da wird die Glühbirne zum Leuchtmittel und der Wasserhahn zur Einhebelmischer-Spültischarmatur.

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Von Viertel nach acht bis viertel neun

Deutschland ist in verschiedene Zeitzonen unterteilt. Überall beginnt die Tagesschau pünktlich um acht. Doch während sie im Westen um Viertel nach acht endet, endet sie im Osten und Süden um viertel neun. Und wenn es bei allen fünf vor zwölf ist, dann ist es in Sachsen „fünf vor um zwölf“. Sie finden, jetzt schlägt’s aber 13? Meine Freundin Sibylle findet das auch!  

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Von Tacheles, Schlamassel, Zockern und Ganoven

Jüdische Einwanderer bei der Ankunft in New York, Plakat aus dem Jahr 1917 Die deutsche Sprache hat aus vielen Quellen geschöpft. Eine davon war das Jiddische, die Sprache der europäischen Juden. Ohne Jiddisch könnten wir weder schachern noch zocken. Niemand hätte Massel oder Chuzpe, es gäbe weder Pleiten noch Zoff. Ohne Jiddisch könnten wir Betrug nicht für Schmu halten und Unfug nicht für Stuss.

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Wir sind Stümmeldeutsch!

„Wir sind Papst!“ – „Wer kann Kanzler?“ – „So geht Sofa!“ – „Werden Sie Hafencity!“ – Seit Jahren stilisieren Werbung und Medien ein künstliches Stümmeldeutsch zu einer Modeform, die im alltäglichen Leben von niemandem gewollt, gebraucht oder praktiziert wird.

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Blau-Weiß oder Blau-Weiss?

Einige Fragen kehren immer wieder, auch wenn es die Antworten darauf längst gibt. Wer war zuerst da: die Henne oder das Ei? Wie kommen die Löcher in den Käse? Wer hat die Currywurst erfunden? Und: Wann schreibt man ein Wort mit Eszett und wann mit Doppel-S?

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