Dienstag, 16. Juli 2019

Speck, lass nach!

Datum: 10. November 2016
Format: Postkartenbuch, KiWi 1519
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
ISBN: 978-3-462-04940-4

Das ist so sicher wie abends in der Kirche!

Schwamm beiseite, das passiert doch jedem mal: Da will man dem Gegner Ravioli bieten, und heraus kommt alles andere als der Weisheit letzter Schrei. Kein Grund, den Kopf in die Wand zu stecken. Schließlich wird nichts so heiß gekocht, wie es gegessen wird. Höchste Zeit für ein neues Postkartenbuch mit verdrehten Spricharten und Redenswörtern, fand nicht nur Bastians Freundin Sibylle, sondern fanden auch viele seiner Leser. Nach dem Motto „Das war längst überflüssig“ hat der Autor 16 Perlen deutscher Sprachkunst geborgen, und sein Verlag hat daraus 16 wunderschön gestaltete Karten zum Heraustrennen, Beschreiben und Verschicken gemacht. Ein ideales Geschenk für Weihnachten, Geburtstage oder Silvester – allerdings nicht für Sibylle, denn das hieße, „Säulen nach Athen zu tragen“.

„Speck, lass nach“ ist der Titel des neuen Postkartenbuchs von Bastian Sick und für 8,- Euro im Handel erhältlich. Das sollten Sie sich nicht zweimal entgehen lassen! [KiWi-Pressetext]

Sehen Sie hier die zweiseitige Programmvorschau aus dem KiWi-Herbstprogramm 2016

Der schwieriger deutscher Satz

Eine Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache schrieb mir, es treibe sie jedes Mal „in den Wahnsinn“, wenn sie ihren ausländischen Schülern die Deklination von Adjektiven erklären solle. Schlimm genug, dass es im Deutschen drei grammatische Geschlechter gebe. Darüber hinaus hätte man es noch mit drei Formen der Beugung zu tun: einer starken, einer schwachen und einer gemischten. Als Muttersprachlerin wisse sie natürlich intuitiv, wann welche Form verlangt sei. Doch damit es auch ihre Schüler verstehen können, würde sie ihnen gern erklären können, warum es diese unterschiedlichen Formen der Beugung gibt und nach welchem Prinzip sie gebraucht werden. Wie solle man Deutschlernenden verständlich machen, dass es zwar „ein schwieriger deutscher Satz“ heißt, aber nicht „der schwieriger deutscher Satz“?

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Weit gereist oder weitgereist?

Die Teilnehmer eines „Deutsch als Fremdsprache“-Kurses beschäftigt die Frage, ob man „weit  gereist“ in einem oder in zwei Wörtern schreibt. Der Zwiebelfisch erklärt, dass beides möglich ist – und dass es dabei einen Bedeutungsunterschied gibt, der von der Rechtschreibreform um ein Haar eingeebnet worden wäre.

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Hört, höhrt!

Falls Sie sich je gefragt haben, wie viel ein „h“ wert ist, hätten wir hier eine Antwort: genau 5 Euro und 4 Cent.

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Wer sagt, vor „und“ dürfe nie ein Komma stehen?

Über die „neuen“ Regeln der Rechtschreibreform (die mittlerweile auch schon 20 Jahre alt sind) kursieren zahlreiche Gerüchte. Eines davon betrifft die Zeichensetzung. Es besagt, dass vor „und“ kein Komma mehr stehen dürfe. Nie mehr. Unter keinen Umständen. Doch das ist Unsinn. Vor „und“ kann sehr wohl ein Komma stehen. In bestimmten Fällen ist es sogar zwingend erforderlich. 

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Luft-Geh-Messer

Immer wenn Herr Bruno einen Wutanfall bekam, konnte er mit Hilfe dieses Messgerätes feststellen, wie hoch er in die Luft ging.

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