Mittwoch, 22. Januar 2020

Wo die Eieruhr ein Kurzzeitmesser ist

Illustration: Katharina M. Baumann In meiner Welt ist eine Glühbirne eine Glühbirne und ein Wasserhahn ein Wasserhahn. Doch wenn ich in einen Drogeriemarkt, ein Kaufhaus oder einen Baumarkt gehe, betrete ich ein Parelleluniversum, in dem die Dinge des alltäglichen Lebens ganz anders heißen. Da wird die Glühbirne zum Leuchtmittel und der Wasserhahn zur Einhebelmischer-Spültischarmatur.

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Von Viertel nach acht bis viertel neun

Deutschland ist in verschiedene Zeitzonen unterteilt. Überall beginnt die Tagesschau pünktlich um acht. Doch während sie im Westen um Viertel nach acht endet, endet sie im Osten und Süden um viertel neun. Und wenn es bei allen fünf vor zwölf ist, dann ist es in Sachsen „fünf vor um zwölf“. Sie finden, jetzt schlägt’s aber 13? Meine Freundin Sibylle findet das auch!  

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Wem die Stunde schlägt

In Kindertagen zog man einander gern mit der albernen Frage auf: »Was ist das? Es hängt an der Wand, macht ticktack, und wenn es runterfällt, ist die Uhr kaputt.« Dann wurde man größer und erkannte: Der sprachliche Umgang mit der Uhr ist kein Kinderspiel. Seit Urzeiten bereiten die Uhrzeiten Probleme. Manchmal tickt die Rechtschreibung nicht richtig, dann schlägt es 13 und Alltägliches wird plötzlich uhrkomisch.

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