Freitag, 27. August 2021

August, 2004

  • 19 August

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

    Datum: 19. August 2004 Format: Taschenbuch Verlag: KiWi ISBN: 3462034480 Kaufen: SPIEGEL, AMAZON Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache Endlich als Buch ? die erfolgreiche Spiegel-Online-Kolumne ?Zwiebelfisch?. Die oder das Nutella – diese Frage hat schon viele Gemüter am Frühstückstisch bewegt. Der, die, das – wieso, weshalb, warum? Ob Nutella nun weiblich oder sächlich …

  • 19 August

    auf der Arbeit/in der Arbeit

    Vor dem Wort „Arbeit“ sind die Präpositionen „auf“, „bei“ und „in“ prinzipiell gleichwertig. Je nachdem, ob man unter Arbeit den Arbeitsplatz versteht, das Ausüben einer Tätigkeit oder das Gebäude, in dem man arbeitet, kann man „auf der Arbeit“ (= auf der Arbeitsstelle), „bei der Arbeit“ (= beim Arbeiten) oder „in …

  • 19 August

    auf/offen

    War das Fenster nun offen oder auf? Der Gebrauch des Wortes auf im Sinne von geöffnet ist umgangssprachlich. Standardsprachlich ist das Fenster offen. Besonders im norddeutschen Raum ist die umgangssprachliche Verwendung von auf als Adjektiv verbreitet und stand Modell für zahlreiche weitere kuriose Adjektivbildungen aus Präpositionen. Wenn das Fenster auf …

  • 19 August

    Angst/angst

    „Angst“ wird nur dann klein geschrieben, wenn es als Eigenschaftswort benutzt wird, also mit „wie?“ erfragt werden kann. Tritt es als Hauptwort auf, wird es selbstverständlich groß geschrieben. Ob es sich um ein Hauptwort handelt, erkennt man an der eventuellen Voranstellung eines Artikels, Attributs oder einer Präposition (die Angst war …

  • 19 August

    an Weihnachten/zu Weihnachten

    Der Gebrauch der Präposition in Verbindung mit Festtagen ist regional verschieden. „An Weihnachten“ sagt man vor allem in Süddeutschland, während in Norddeutschland „zu Weihnachten“ gebräuchlich ist. Wie so oft gibt es in dieser Frage kein „richtig“ oder „falsch“, sondern bloß ein „hier“ und „dort“. In einigen Gegenden wird sogar die …

  • 19 August

    als/wie

    Bei Gleichheit sagt man wie, bei Ungleichheit als. Das nennt man Positiv und Komparativ. Die Vergleichspartikel wie steht nach dem Positiv, als hingegen nach dem Komparativ:       Positiv: Dieser Sommer ist genauso heiß wie der letzte. Die Sache ist genau so, wie ich sie euch erklärt habe. Ich …

  • 19 August

    proaktiv/proactiv

    Modisches und ausgesprochen lästiges Blähwort aus der Kunstsprache der Werbung, das dieselbe Konnotation wie „vital“ hat und an Gesundheit, Fitness, Stärke denken lassen soll. „Proaktiv“ (wahlweise auch „proactiv“) prangt auf Margarine-Verpackungen, Fitness-Studios, Seniorenzeitschriften, Unternehmensberatungsfirmen und Pharma-Produkten. Erstaunlich ist, wie schnell dieses Wort, das in keinem seriösen Fremdwörterbuch zu finden ist, …

  • 19 August

    Administration/Regierung

    Das Wort administration steht in den USA für Regierung, und so sollte es auch ins Deutsche übersetzt werden: mit Regierung, nicht mit Administration. Natürlich gibt es im Englischen auch das Wort government, doch das hat bei den US-Amerikanern die Bedeutung „Staat“ im Sinne von „Staatsbehörden“. 

  • 19 August

    offenbar/offensichtlich

    Zwischen offenbar und offensichtlich gibt es keinen Bedeutungsunterschied. Es ist allerdings nicht richtig, diese Adjektive im Sinne von „vermutlich“ oder „möglicherweise“ zu gebrauchen. Was offenbar oder offensichtlich ist, das liegt auf der Hand, ist augenscheinlich, erwiesen, erkennbar, nachweislich. 

  • 19 August

    nützen/nutzen

    Zwischen nutzen und nützen besteht kein Unterschied, weder in der Bedeutung noch im Gebrauch: Das nutzt nichts/Das nützt nichts. Er konnte die Idee nicht nutzen/nützen. Es hat ihm nichts genutzt/genützt. Bei Voranstellung einer Vorsilbe wird im norddeutschen Raum die Form ohne Umlaut bevorzugt: abnutzen, ausnutzen, benutzen. In Süddeutschland und in …