Freitag, 31. Juli 2020

Klarer Fall von Trabbis

Lautet die Langfassung des Trabbis tatsächlich „des Trabanten“? Müsste die „Straße des 17. Juni“ genau genommen nicht „Straße des 17. Junis“ heißen? Leser diskutieren mit Zwiebelfisch-Autor Bastian Sick über Zweifelsfälle des zweiten Falles.

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Kasus Verschwindibus

In der Schule lernen wir, dass die deutsche Sprache vier Fälle hat. Später aber stellen wir fest, dass es noch einen fünften geben muss: den unsichtbaren Fall, auch Kasus Verschwindibus genannt. Man findet ihn zum Beispiel am Ende des Barock und beim US-Präsident.

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Lauter Erbauliches über laut

Die Fronten sind seit Jahren erstarrt. Auf der einen Seite stehen die Genitivisten in ihren bunten Uniformen, auf der anderen Seite die Dativisten mit ihren Federbuschhelmen. Über Stacheldraht und Gräben hinweg rufen sie sich zu: „Laut eines!“ – „Laut einem!“ Und dann werfen sie mit Fibeln und Grammatikbüchern. Ein Ende des Kampfes ist nicht abzusehen.

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Liebe Verwandte oder liebe Verwandten?

Frage eines Lesers: Immer wieder zu den Festtagen kursieren familiäre Rundbriefe, die nicht selten mit der Anrede „Liebe Freunde und Verwandten“ beginnen. Meinem Gefühl nach müsste es korrekterweise „Liebe Freunde und Verwandte“ heißen. Liege ich richtig? Ich erwarte gespannt Ihre Antwort und grüße recht herzlich!

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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Folge 2

Datum: 19 Aug. 2005
Format: Taschenbuch
Verlag: KiWi
ISBN: 3462036068

Kaufen: SPIEGEL, AMAZON

Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache

Noch nie sorgte ein Buch über den richtigen Umgang mit der deutschen Sprache für ein solches Aufsehen und begeisterte Hunderttausende von Lesern. Bastian Sick ist heute Deutschlands bekanntester Sprachpfleger, und sein zweites Buch wird schon sehnlichst erwartet. Mit seinem ersten Buch gelang Bastian Sick ein kleines Wunder. Plötzlich lasen viele Menschen über Interpunktion, den korrekten Plural oder guten Stil im Deutschen. Gleichzeitig gewannen sie neues Vertrauen in das eigene Sprachgefühl. Doch längst sind nicht alle Fragen beantwortet und alle Probleme gelöst. Und schaut man genau hin, ist nicht nur der Dativ dem Genitiv sein Tod, sondern es verschwinden noch mehr Fälle – »an den Ufern des Rhein und auch beim US-Präsident«. Natürlich möchte man die Dinge auch nicht schwarzmalen. Halt, heißt es nicht schwarz malen? Manches lässt einen verzweifeln und manchmal bleibt es ein Zweifelsfall der deutschen Sprache. Bastian Sick geht vielen dieser kleinen und großen Sprachvergehen nach und macht sich so seine Gedanken über das gefühlte Komma, den traurigen Konjunktiv und den geschundenen Imperativ. Und vor allem beantwortet er in diesem Band viele Fragen seiner Leser. Mit großem Deutsch-Test!

E-Mail: Fazit

Klarheit ist gefordert! Gute Lesbarkeit, lieber eine zu große Schrift als eine zu kleine, ganz normale Sätze mit Subjekt, Prädikat, Objekt, Kommas und einem Punkt am Ende, ein Mindestmaß an Höflichkeit und vor allem: nichts, was blinkt und grell ist, flackert oder pulsiert oder auf sonst eine Art und Weise geeignet wäre, das Auge des Empfängers zu beleidigen. Wer sich an einen ihm persönlich nicht bekannten Adressaten wendet und auf eine Antwort hofft, sollte sich um ein gewisses Maß an Verbindlichkeit bemühen. Fröhlichkeit ist dabei keinesfalls unangebracht, Förmlichkeit aber auch nicht. Eine E-Mail ist wie eine Visitenkarte, sie verrät weit mehr über uns als ihr schierer Inhalt.

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E-Mail: Der Vertraulichkeitshinweis

Zu guter Letzt: der lästige Rattenschwanz, im Fachjargon auch Disclaimer genannt. Er weist auf die Vertraulichkeit des Inhalts hin und fordert den Empfänger auf, die E-Mail sofort zu löschen, sollte er nicht der richtige Adressat sein. Rund hundert verschiedene Formen dieses Anhangs sind derzeit im Umlauf. Einen tatsächlichen Nutzen, so wurde mir von mehreren sachkundigen Juristen glaubhaft versichert, haben diese Klauseln nicht. Wer wirklich vertrauliche Informationen zu verschicken hat, der wählt dafür andere Wege.

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