Donnerstag, 10. September 2020

E-Mail: Abkürzungen

Lol! Lol, lol, lol! Lollen Sie auch so gerne? Jeder Mensch sollte wenigstens einmal am Tag herzhaft gelollt haben, denn der chinesische Volksmund weiß: Ein Tag ohne Lol ist ein vellolenel Tag! Sie wissen nicht, wovon ich spreche? Ich wusste es bis vor kurzem selbst nicht.

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E-Mail: Schöne bunte HTML-Welt!

Früher bekam man bisweilen Briefe, die mit Oblaten verziert waren. Kennen Sie das noch? So wunderbar kitschige Klebebildchen von Engeln oder Hundebabys, die links oben in der Ecke oder am unteren Rand appliziert wurden, manchmal auch mitten auf der Seite, wenn es galt, einen peinlichen Fehler zu kaschieren oder den dürftigen Inhalt zu strecken, damit die Seite irgendwie gefüllt wurde. Heute bekommt man gelegentlich E-Mails, in die lustige Comiczeichnungen einmontiert sind. Vorzugsweise animiert, das heißt, sie bewegen sich, so wie die Personen auf den Fotos und Gemälden in „Harry Potter“. In der Weihnachtszeit, zu Ostern und zum Geburtstag ist es am schlimmsten. Nichts ahnend öffnet man die Mail, die mit „Frohe Weihnachten!“ oder „Herzlichen Glückwunsch!“ überschrieben ist, und – zack – springt einem ein winkender Weihnachtsmann ins Gesicht, oder ein gar luustisches Glückshäschen schlackert mit den Ohren. Man erschrickt, und reflexartig klickt man die E-Mail wieder zu. Und ob man den Mut aufbringt, sie später noch einmal wieder zu öffnen, um die eigentliche Grußbotschaft zu lesen, ist äußerst fraglich.

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E-Mail: Re: AW: Re: AW: Re: AW: Anfrage!

Gepriesen sei der Erfinder der Antwort-Funktion! Es steht außer Frage, dass es ungemein praktisch ist, zur Beantwortung einer E-Mail lediglich auf den „Antwort“-Button klicken zu müssen, und schon öffnet sich auf dem Bildschirm eine neue E-Mail-Maske. Der Adressat wird automatisch eingetragen, dem Betreff ist ein „AW:“ (für Antwort) oder ein „Re:“ (für Reply) vorangestellt, man verliert also keine Zeit und kann sofort „in die Tasten hauen“. Manche E-Mails wandern wie Pingpongbälle wieder und wieder zwischen den kommunizierenden Personen hin und her, jedes Mal wird die Betreffzeile um ein „Re:“ oder „AW:“ länger. Leider wird auch der Text der E-Mail jedes Mal länger, weil alle vorangegangenen Hin- und Her-Mails hinten dranhängen. Die meisten E-Mail-Programme sind nämlich so eingerichtet, dass beim Klicken auf die Antwort-Funktion auch der Text der E-Mail, auf die man antworten will, in der Antwortmaske erscheint, je nach Einstellung mit einem „>“-Zeichen am Zeilenanfang versehen. Meistens setzt der Schreibende den Antworttext einfach darüber. Das ist allerdings nicht unbedingt logisch. Denn wir lesen von links nach rechts und von oben nach unten. Die Antwort gehört also unter den Ursprungstext, nicht darüber. Bei der Gelegenheit bietet es sich an, den automatisch kopierten Text (das sogenannte Zitat) auf die Aussage zu verkürzen, auf die man wirklich Bezug nimmt. Kürzen und Löschen gilt im E-Mail-Verkehr keinesfalls als unhöflich, im Gegenteil! Stellen Sie sich vor, Sie kommunizieren mit einem Anbieter, fragen ihn, ob er ein bestimmtes Produkt hat, er schreibt in seiner Antwort „Muss ich mal nachsehen“, Sie schreiben zurück „Okay, tun Sie das, vielen Dank!“, er meldet sich mit „Re: AW: Re: Anfrage“: „Nein, den Artikel habe ich leider nicht vorrätig“, Sie fragen ihn, ob er ihn bestellen könne, er erwidert, das dauere aber mindestens drei Wochen, Sie fragen, ob er Ihnen vielleicht sagen könne, bei wem man dieses Produkt sonst beziehen könne, er schreibt, versuchen Sie es mal bei dem und dem, Sie fragen nach einer Telefonnummer, er schreibt sie Ihnen samt Anschrift und E-Mail-Adresse, Sie klicken erfreut auf „E-Mail drucken“, um sich die Angaben auszudrucken, und der gequälte Drucker braucht vier Minuten und fünf Blatt Papier, um eine einzige E-Mail auszuspucken, die aus rund einem Dutzend miteinander verschmolzener „Re: AW: Re: AW:“-Mails besteht. Fünf Blatt Papier für eine Telefonnummer! Von den Kosten für Druckertinte ganz zu schweigen. Das Erstellen eines Antwortformulars kostet uns nur einen Mausklick, aber es nimmt uns nicht das Nachdenken darüber ab, ob der empfangene Text wirklich nochmal in Gänze mitverschickt werden muss.

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E-Mail: Anrede und Signatur

Einige E-Mail-Schreiber fallen grundsätzlich mit der Tür ins Haus – sie verzichten auf die Anrede und kommen gleich zur Sache. In privater Korrespondenz mag das noch angehen, im Geschäftsverkehr ist dies jedoch ziemlich unschicklich. Für ein „Hallo!“ oder „Guten Tag!“ sollte es auch bei einer eiligen Mail noch reichen.

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E-Mail: Sinn und Nutzen der Betreffzeile

Die Erfinder der E-Mail haben die wunderbare Idee gehabt, jeder E-Mail eine sogenannte Betreffzeile zuzuweisen. Stellen Sie sich vor, so etwas hätte es im klassischen Briefverkehr bereits gegeben – ein Vermerk auf dem Umschlag, der den Inhalt des Schreibens bezeichnet: „Betrifft: Mahnung!“ oder „Betrifft: Beschwerde!“. Wie viel umständliches Öffnen von Briefumschlägen hätte man sich da sparen können! Die Betreffzeile macht es für den Empfänger leichter, die E-Mails in seinem elektronischen Postfach zu verwalten, sprich: Sie hilft ihm zu entscheiden, ob die Mail es überhaupt wert ist, geöffnet zu werden, oder ob sie nicht gleich gelöscht werden kann.

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E-Mail for you

Es besteht kein Zweifel: E-Mail hat unser Leben verändert. Als die Post noch ausschließlich auf dem Landwege verschickt wurde, bekam man frühestens nach zwei Tagen eine Antwort. Dank E-Mail ist heute die Antwort oft schon nach wenigen Minuten da. Ob vom Kollegen, der nur ein paar Zimmer weiter sitzt, oder vom Freund aus der Schweiz – die Entfernung spielt keine Rolle mehr. E-Mail ist zu einer Form der schriftlichen Kommunikation geworden, die aus dem Alltag, insbesondere dem Büroalltag, nicht mehr wegzudenken ist und die klassische Form des Briefschreibens in weiten Teilen abgelöst hat.

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Wie baut man einen Türken?

Woher stammt das Wort „getürkt“? Hat es wirklich etwas mit Türken zu tun? Darf man es überhaupt verwenden, oder bedient man damit womöglich ein unschönes Klischee? Leser stellen Fragen, der Zwiebelfisch gibt Auskunft.

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Wo beginnt der Mittlere Osten?

War der Irakkrieg ein Krieg im Nahen Osten oder im Mittleren Osten? Einige Berichterstatter zählen selbst Syrien und Jordanien schon zum Mittleren Osten, andere ziehen die Grenze weiter östlich. Wo endet der Nahe Osten und wo beginnt der Mittlere Osten? Leser stellen Fragen, der Zwiebelfisch gibt Auskunft.

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Falsche Freunde

Hollywood-Stars, die Ungeheuer erschaffen, explodierende Boiler, die zu Schiffskatastrophen führen, schwerer Drogenmissbrauch in einem US-Krankenhaus und wie Bernadette Chirac Hillary Clinton beleidigte: Ohne die täglichen Übersetzungsfehler wäre das Leben nur halb so aufregend.

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